Obwohl Arsenal den Champions-League-Final am Samstagabend in Budapest verloren hat, kommt es am Sonntag in London zu einer Parade für die «Gunners». Schliesslich hat Arsenal vergangene Woche zum ersten Mal seit 22 Jahren den Titel in der Premier League geholt. Der fehlende «Henkelpott» wird die Feier aber wohl trotzdem etwas trüben.
Nach der Partie am Samstagabend sprach Mittelfeldspieler Declan Rice bei der Entscheidung im Penaltyschiessen von einer «Lotterie». Der 27-Jährige hatte seinen Versuch souverän verwandelt und so für Arsenal zwischenzeitlich wieder ausgeglichen.
Rice lobt ganze Saison
«Es ist verheerend, den Champions-League-Final im Penaltyschiessen zu verlieren», sagte Rice. «Wir müssen versuchen mitzunehmen, wie weit wir als Mannschaft gekommen sind. Es war eine unglaubliche Saison, unser 63. Spiel heute. Wir haben absolut alles gegeben bis hierher.»
Vorwürfe machte der Team-Leader seinen Mitspielern nicht. Eberechi Eze und Gabriel Magalhaes, der vorher über 120 Minuten eine starke Partie gezeigt hatte, waren vom Punkt gescheitert. «Auch die besten Mannschaften haben im Elfmeterschiessen verloren. Wir gewinnen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam.»
Havertz nicht vom Punkt
Nicht mehr zum Elfmeterschiessen antreten konnte Kai Havertz, der einzige Arsenal-Torschütze in der regulären Spielzeit. Sein früher Treffer hatte die Nordlondoner träumen lassen. Bereits 2021 hatte er im Final der «Königsklasse» getroffen, damals entschied sein 1:0 die Partie für Chelsea.
Dass er nun der erste Deutsche ist, der in zwei CL-Finals getroffen hat, war für Havertz nur ein schwacher Trost: «Natürlich ist es ein Top-Gefühl, aber trotzdem bringt es mir jetzt nicht sehr viel.»
Viel lieber hätte er vom Punkt noch einmal Verantwortung übernommen: «Mir fällt es immer schwer, zuzuschauen anstatt selber dazustehen. Trotzdem Respekt an jeden Einzelnen, der sich da den Ball nimmt.»
Bald an die WM
Viel Zeit zur Erholung bleibt für Havertz wie auch für die meisten seiner Teamkollegen nicht. Die WM-Vorbereitung läuft bereits, in wenigen Tagen fliegen die Teams in die USA, nach Kanada oder Mexiko.
Zuerst lässt sich Arsenal aber noch einmal für eine starke Saison feiern. Und Havertz blickt schon nach vorn: «Nächstes Jahr versuchen wir es erneut.»