- Paris St-Germain verteidigt seinen Champions-League-Titel dank einem Sieg im Penaltyschiessen gegen Arsenal.
- Die Entscheidung fällt nach 10 Elfmetern durch einen Fehlschuss von Gabriel Magalhaes.
- Zuvor stand es in Budapest nach 120 intensiven Minuten 1:1.
Erstmals seit 10 Jahren kam es im Final der Champions League zu einer Verlängerung. In dieser hatte Paris St-Germain – wie schon in der gesamten Partie – etwas mehr vom Spiel, doch die Arsenal-Defensive hielt dem Druck stand und erzwang ein Penaltyschiessen. Dort trafen die ersten 3 Schützen, ehe Matwei Safonow im Tor von PSG beim Versuch von Eberechi Eze trotz Verzögerung des Engländers einfach stehen blieb. Die Folge: Ezes Abschluss aus dem Stand flog am Pfosten vorbei.
Unmittelbar danach parierte David Raya aber auch den Versuch von Nuno Mendes und es war erneut alles offen. Nach je 4 Versuchen hiess es in der restlos ausverkauften Puskas Arena von Budapest 3:3. Dann versenkte erst Lucas Beraldo souverän für PSG, sodass Arsenal-Verteidiger Gabriel Magalhaes treffen musste. Beim Brasilianer versagten die Nerven jedoch. Sein Penalty flog knapp über die Latte. Der Jubel bei PSG und seinen Fans kannte keine Grenzen mehr.
Das Starensemble aus Paris verteidigte seinen Premieren-Triumph aus dem Vorjahr damit erfolgreich und verwehrte Arsenal den erstmaligen Gewinn des «Henkelpotts».
Perfekter Start für Arsenal
Dabei waren die «Gunners» bereits nach 5 Minuten in Führung gegangen. Marquinhos schoss im Mittelfeld Leandro Trossard ab, der Prellball wurde zur perfekten Vorlage für Kai Havertz. Der Deutsche, der etwas überraschend den Vortritt gegenüber dem klassischen Mittelstürmer Viktor Gyökeres erhalten hatte, konnte von der linken Seite alleine auf Safonow losziehen und drosch die Kugel aus spitzem Winkel unter die Latte.
Es war der perfekte Start für die Londoner, die sich mit der Führung im Rücken sofort weit zurückzogen und auf ihre starke Defensive mit zuvor nur 6 Gegentoren aus 14 CL-Partien vertrauten.
(Fast) dasselbe Team wie im Vorjahr
Bei den Parisern hatte Trainer Luis Enrique dieselben 10 Feldspieler auf den Rasen geschickt wie vor einem Jahr bei der 5:0-Gala gegen Inter Mailand. Vom Team, das damals mit blitzschnellem Offensivfussball begeistert hatte, war in der 1. Halbzeit allerdings nichts zu sehen. Zu gut organisiert waren die Abwehrreihen Arsenals und zu ideenlos die Vorstösse der Franzosen.
Auf der anderen Seite war es dann wieder Havertz, der in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit plötzlich im Strafraum auftauchte. Der 26-Jährige kam zur grossen Chance aufs 2:0. Doch Marquinhos machte seine unglückliche Aktion vom 0:1 wieder gut und bewahrte sein Team mit einer Intervention in letzter Sekunde vor dem Genickbruch.
PSG gleicht dank Penalty aus
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst dasselbe Bild, bis sich in der 62. Minute eine folgenschwere Szene ereignete. Arsenal-Verteidiger Christhian Mosquera kam im eigenen Strafraum zu spät gegen PSG-Flügel Chwitscha Kwarazchelia und verursachte einen Penalty. Nach einigem Hin und Her übernahm Weltfussballer Ousmane Dembélé die Verantwortung und schob in die linke Ecke zum Ausgleich ein.
Durch den Treffer gewann die Partie an Fahrt. Da Arsenal nun auch nicht mehr ganz so tief stand, kam insbesondere PSG zu mehreren Chancen, die Partie zu entscheiden. Kwarazchelias abgelenkter Abschluss (77.) landete aber am Pfosten. Auch Vitinhas Versuch (89.) und Bradley Barcolas letzte Chance auf einen Lucky Punch (90.+7) fanden den Weg aufs Tor knapp nicht.