- Atalanta schlägt Borussia Dortmund im Rückspiel der Playoffs 4:1 und steht im Achtelfinal der Champions League.
- Das Hinspiel hatte der BVB noch souverän mit 2:0 für sich entschieden.
- Im Rückspiel sieht Rami Bensebaini bei allen Gegentoren schlecht aus, auch Gregor Kobel patzt.
Als sich in Bergamo schon alle auf die Verlängerung eingestellt hatten, wurde es noch einmal wild. Nach einem groben Fehlpass von BVB-Goalie Gregor Kobel traf Rami Bensebaini seinen Gegenspieler mit der Sohle im Gesicht. Nach VAR-Studium entschied Schiedsrichter José Maria Sanchez auf Penalty und Gelb-Rot gegen Bensebaini. Lazar Samardzic lief in der 98. Minute an und jagte den Ball zum 4:1 ins Kreuzeck. Anschliessend war die Partie zu Ende, Atalanta drehte bei letzter Gelegenheit das 0:2 aus dem Hinspiel.
Kobel nahm anschliessend im Interview mit DAZN die Schuld auf sich: «Ja klar, war mein Fehler am Ende. Tut mir natürlich super leid für die Jungs. Den muss ich natürlich irgendwie klären, scheissegal wie.»
Quasi mit dem Halbzeitpfiff hatten die Bergamasken die Hypothek wettgemacht. Kobel konnte einen Abschluss nur ungenügend klären. Den folgenden Schuss von Davide Zappacosta lenkte der an diesem Abend äusserst unglücklich agierende Bensebaini unhaltbar zum 0:2 ins eigene Tor ab. Schon beim ersten Tor der Bergamasken nach 4 Minuten hatte der Innenverteidiger schlecht ausgesehen und Gianluca Scamacca den Ball praktisch pfannenfertig serviert.
Adeyemi bringt die Hoffnung zurück
Nach einer Stunde deutete dann vieles auf ein Out des Bundesligisten hin. BVB-Stürmer Maximilian Beier traf nur den Pfosten, im Gegenzug lag der Ball auf der anderen Seite im Netz: Mario Pasalic setzte sich im Luftduell durch und nickte zum 3:0 ein – womit Atalanta virtuell den Achtelfinal-Einzug perfekt machte.
Doch Dortmund berappelte sich. Scheiterte Guirassy noch aus kürzester Distanz, weil er den Ball an den eigenen Standfuss schoss, machte es der kurz zuvor eingewechselte Karim Adeyemi anschliessend besser. Er schlenzte den Ball herrlich ins obere linke Eck (75.).
Plötzlich entwickelte sich das Duell zu einem offenen Schlagabtausch. Dann hatte Bensebaini seinen letzten und schwerwiegendsten Aussetzer. Dank der grossen Wende hält Atalanta die italienische Flagge hoch. Im Achtelfinal wartet jedoch ein echter Brocken: Bayern München oder Arsenal.