Es war die letzte Aktion des Spiels, die alles veränderte. In der 96. Minute verwandelte Lamine Yamal im St. James' Park eiskalt vom Elfmeterpunkt zum 1:1. Damit vermieste der Youngster den bis dahin überlegenen «Magpies» den Sieg – und hält Barcelona im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League alle Türen offen.
Nicht nur deswegen treten die Katalanen mit breiter Brust im Rückspiel an. Am Wochenende zerlegte das Team von Hansi Flick Sevilla mit 5:2 – Raphinha brillierte dabei mit einem Hattrick. Überhaupt harmoniert die Offensivreihe um Yamal, Raphinha und Fermin Lopez derzeit prächtig.
Dazu die Rückkehr von Gavi: Der Mittelfeldspieler feierte gegen Sevilla sein Comeback nach 203 Tagen Verletzungspause und brachte sofort frische Energie ins Spiel.
Newcastle kann's auch auswärts
Dennoch dürfte es für «Blaugrana» kein Spaziergang werden, denn Newcastle ist auswärts nicht zu unterschätzen. Am Samstag gewann man 1:0 bei Chelsea – ausgerechnet an jenem Ort, wo Barcelona in dieser CL-Saison seine schwerste Niederlage kassiert hatte (0:3 im November). Die «Magpies» verstehen es, aus wenig viel zu machen: An der Stamford Bridge hatten sie gerade einmal 33 Prozent Ballbesitz.
Trainer Eddie Howe gibt sich kämpferisch: «Wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir ihnen Probleme bereiten können. Wir müssen dort hinfahren und versuchen, das Gleiche zu tun.»
Barça zu Hause eine Macht
Die Statistik spricht für das Flick-Team: Barcelona ist seit 14 Heimspielen gegen englische Gegner ungeschlagen – die letzte Niederlage kassierte man 2007 gegen Liverpool. Auch das direkte Duell in dieser Ligaphase entschied Barça zu Hause mit 1:0 für sich.
Auf der Gegenseite kann Newcastle auf ein historisches Comeback zurückblicken. 1997 drehte Tino Asprilla mit einem Hattrick das Spiel in Newcastle zum legendären 3:2-Sieg – eine der berühmtesten Europapokal-Nächte der Nordengländer.