Zum Inhalt springen
Video
Wicky: «Das Höchste, was es gibt im Klubfussball»
Aus Sport-Clip vom 29.08.2023.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 55 Sekunden.

Die Stimmen der YB-Akteure Ein wahrgewordener Traum für den Trainer – und Rieders Abschied?

YB steht zum dritten Mal in der Klubgeschichte in der Gruppenphase der Champions League. Die Stimmen zum historischen Erfolg.

Im Berner Wankdorf ertönt in diesem Herbst wieder die Champions-League-Hymne. Für Trainer Raphael Wicky ist dies kein Novum. Bereits als Spieler und vor sechs Jahren als Trainer des FC Basel kam der Walliser in den Genuss der «Königsklasse». Der Freude tat dies an diesem kühlen Dienstagabend dennoch keinen Abbruch: «Auch für mich ist es ein Traum, der Realität wird. Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft und muss das zuerst einmal Mal sacken lassen.»

Wicky war sich bewusst, dass sein Team beim resultatmässig klaren 3:0-Sieg gegen Maccabi Haifa das Glück des Tüchtigen benötigte. «Nach 4 Minuten könnte es sehr dick für uns kommen, dann sieht das Spiel ganz anders aus», spricht der 46-Jährige den Pfostenschuss aus der Startphase an. Seine Mannschaft habe aber glänzend reagiert und sich das Spielglück erarbeitet.

Rieders warmer Applaus

Etwas Glück war auch beim Tor zum 3:0 von Filip Ugrinic dabei, das den Gästen aus Israel endgültig den Zahn zog. Der stramme Schuss des YB-Flügels wurde von einem Haifa-Verteidiger entscheidend abgelenkt. «Ziel erreicht», gab Ugrinic nach dem Spiel lapidar zu Protokoll. «Ich bin zu YB gekommen, um internationale Luft zu schnuppern.» Man habe ein Jahr lang auf diesen Moment hingearbeitet und sich nun belohnt.

«Die individuelle Qualität, unsere Kaltschnäuzigkeit und nicht zuletzt unsere Heimstärke im Wankdorf haben uns heute ausgezeichnet», richtete Fabian Rieder lobende Worte an seine Teamkollegen. Als der 21-Jährige nach 74 Minuten angeschlagen ausgewechselt wurde, brandete Applaus durchs Stadion. Aller Wahrscheinlichkeit nach bestritt Rieder am Dienstag seine vorerst letzte Partie für die Young Boys.

Rieder stritt die Wechselgerüchte – ein Transfer zu Stade Rennes steht im Raum – nicht ab: «Es kann sein, dass dies mein letztes Spiel für YB war, darum wollte ich es geniessen. Alle wissen, dass YB mein Herzensverein ist. Die Qualifikation mit diesem Team zu schaffen, war mein oberstes Ziel.» Dass Rieder mit seinem neuen Klub nur in der Europa League auflaufen könnte, sei zwar «schade, aber Part of the Business».

Einen Wunsch-Gegner für die Gruppenphase haben die YB-Akteure noch nicht. «Wir nehmen jeden der kommt und freuen uns auf die Herausforderung», so Ugrinic. Lange gedulden müssen sich die Spieler diesbezüglich nicht. Bereits am Donnerstag findet in Monaco die Auslosung der Gruppenphase statt.

SRF info, «Champions League – Highlights», 29.08.2023, 23:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel