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Champions League GC mit ärgerlicher Niederlage in Lyon

Die Grasshoppers haben es beim Champions-League-Qualifikationsspiel in Lyon verpasst, sich eine günstigere Ausgangslage für das Rückspiel zu schaffen. Der Rekordmeister verlor mit 0:1 und bekundete mit zwei Aluminium-Treffern viel Pech.

Legende: Video «Highlights Lyon - GC («sportlive»)» abspielen. Laufzeit 2:30 Minuten.
Vom 30.07.2013.

«Ich kann mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden sein, dafür hatten wir zuviele Chancen», machte Michael Skibbe nach der Partie keinen Hehl aus seiner Gemütslage. «Die Niederlage schmerzt sehr», so der GC-Trainer, der dabei wohl vor allem an die beiden Abschlüsse an die Torumrandung in der ersten Halbzeit dachte.

Erst hatte Michael Lang aus der Drehung heraus nur den Pfosten (16.) getroffen. Und acht Minuten später köpfelte Shkelzen Gashi nach einem Eckball von Izet Hajrovic das Leder an die Latte. Es war die beste Phase von GC, in welcher Innenverteidiger Milan Vilotic schliesslich noch einen Kopfball aus bester Position über das gegnerische Gehäuse setzte (29.). «In den ersten 40 Minuten haben wir Lyon alles abverlangt und waren die dominante Mannschaft», sagte Skibbe.

Torgefahr bei Standards

Aus dem Spiel heraus lief bei beiden Teams nicht viel zusammen. Die Franzosen, bei denen die Meisterschaft noch nicht gestartet hat, konnten den fehlenden Wettkampfrhythmus nicht verbergen. Dafür wurde es bei Standard-Situationen stets brandgefährlich. Dies war vor allem dem Umstand geschuldet, dass Lyon mit Clément Grenier - ähnlich wie Hajrovic bei GC - einen ausgezeichneten Freistoss-Schützen in den eigenen Reihen wusste.

So musste Torhüter Roman Bürki bei einem Kopfball von Alexandre Lacazette nach einer Grenier-Flanke seine ganze Klasse aufbieten (36.). Und kurz vor der Pause war der GC-Schlussmann nach einem Freistoss des 22-jährigen Talents erneut gefordert.

Lyon in der 2. Halbzeit besser

In der zweiten Halbzeit übernahm Lyon das Spieldiktat, während die «Hoppers» sich weit in die eigene Platzhälfte zurückdrängen liessen. «Da hat uns die Kraft gefehlt und wir konnten das Tempo nicht mehr mitgehen», konstatierte Skibbe. Schliesslich fand Grenier in der 64. Minute mit einer zentimetergenauen Freistoss-Flanke den Kopf von Verteidiger Milan Bisevac, der aus rund 10 Metern das goldene Siegestor für das Heimteam erzielen konnte.

GC tauchte im zweiten Durchgang nur noch einmal gefährlich auf. Doch Gashi schoss aus kurzer Distanz zu hoch (77.) und verpasste es damit, sein Team für die couragierte Vorstellung von Hälfte 1 doch noch zu belohnen. Dennoch sind die Chancen auf ein Weiterkommen gegen den Favoriten intakt, sollte GC beim Rückspiel in einer Woche eine ähnlich starke Leistung abrufen und das Wettkampfglück auf seine Seite zwingen können.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Beda Wetter, Zürich
    Liebes SRF - Patrick Schmid ist einfach ein klasse Fussball-Kommentator. Endlich wieder einmal ein Kommentator der den Fussball lebt. Bitte vermehrt einsetzen!
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    1. Antwort von Ja Bitte, Fussball
      Da kann ich nur zustimmen!! Es gibt einige die Statistiken mehr interessiert als das Spiel... Aber Patrick Schmid ist ein guter Fusssball-Kommentator! Da machts wieder Spass auf SRF Fussball zu schauen.
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  • Kommentar von speaker, st.gallen
    Ist ärgerlich, dass GC die günstige Situation nicht ausnutzen konnte, gegen einen vermeintlich "Grossen", der höchstens durchschnittlich war, eine Überraschung zu schaffen. Wenn du auswärts zu so vielen Chancen kommst, musst du mindestens ein Tor schiessen oder dann darfst du wenigstens das Spiel nicht verlieren. Leider höre ich jetzt schon das Fazit nach dem Rückspiel; wir haben es im Hinspiel verpasst, die Überraschung zu schaffen. So gesehn hat man dann in der CL auch nichts zu suchen.
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  • Kommentar von Bruno Max, F-Attenschwiller
    Niemand schreibt hier bei den Kommentaren über das wirklich gute Spiel von GC. Manchmal glaube ich, die Schweizer interessieren sich nur um Eishockey und Skifahren.... Dabei interessieren sich für diese Sportarten wirklich nur ein paar wenige Winternationen, so z.B. max. 53 Nationen, die Eishockey spielen und noch weniger Länder, die Ski laufen. Es wäre doch schön, wenn die beiden CH-Vertreter in die Champions League kommen würden, egal ob Zürcher oder Basler. Nicht wahr, liebe Schweizer?
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    1. Antwort von Martin Meier, Altendorf SZ
      Was GC angeht, voll einverstanden. Erfolge des FCB in der CL hingegen öffnen die finanzielle Schere zu Gunsten der Basler und zu Ungunsten der übrigen Clubs in der Superleague immer mehr. Wollen wir wirklich die nächsten 20 Jahre immer Basel als Schweizer Meister sehen?
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    2. Antwort von Tom Lüthi, Bern
      Lieber Martin, natürlich kann auch der FCZ oder GC sowie alle Anderen irgendwann einmal wieder CH-Meister werden! Jedoch birgt dies etwas mehr Qualität nicht nur auf sondern insbesondere neben dem Fussballplatz!!! Und das ist in Basel derart ***** Klasse, dass die nächsten 40 Jahre der FCB Meister wird.... ! Mit Langeweile hat dies gänzlich nichts zu tun!
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