Harry Kane nahm sein kleines Missgeschick mit Humor, auch wenn die nächste Lieferung seines neuen Leibgerichts nach dem ungewohnten Fehlschuss etwas schmaler ausfallen wird. «Danke dafür», sagte der Torgarant des FC Bayern schmunzelnd zur Frage, wie er denn nur den Handelfmeter zum möglichen 3:0 in der Champions League gegen Union Saint-Gilloise verschiessen konnte.
«Es ist natürlich enttäuschend, zu verschiessen», gab Kane zu, «aber es bereitet mir kein Kopfzerbrechen. Ich werde daraus lernen, das gehört zum Spiel dazu, deshalb übe ich ja.» Dabei sei sein Schuss in der 81. Minute «der fast perfekte Elfmeter» gewesen, «aber ich habe den Ball etwas zu sehr angehoben» – und so knallte er an die Latte statt ins Tor.
Pro Tor erhält er ein Schnitzel – Penaltytor Nr. 100 muss warten
Dass Kane seinen 100. Elfer-Treffer im 112. Versuch verpasste, konnte er allerdings leicht verschmerzen, zumal er die Bayern nahezu im Alleingang vorzeitig in den Achtelfinal führte.
Allerdings hatte sein Missgeschick noch andere Auswirkungen als jene auf das Ergebnis: Kane bestätigte Medienberichte, wonach er von einem Gasthof in der Nähe seines Wohnorts Baierbrunn im Landkreis München für jedes Tor ein Schnitzel geliefert bekommt – beim nächsten Mal also eines weniger, als drin gewesen wäre.
Und wer isst all die Schnitzel? «Ich, meine Familie oder die Leute, die ich im Haus habe», meinte Kane. «Das ist eine wirklich schöne Geschichte. Ich habe das Gefühl, dass sie dazu beiträgt, die Leute in der Gegend kennenzulernen.» Der Wirt aber, meinte er schmunzelnd, habe wohl «nicht erwartet, dass ich so viele Tore schiessen würde». Auch wenn mal ein Fehlschuss dabei ist.