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Fassnacht gab die Marschrichtung vor
Aus Sport-Clip vom 14.09.2021.
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Marschrichtung kam vom Spieler Wagner fragte nach und Fassnacht sagte: «Alles nach vorne!»

Der Sensationssieg von YB gegen ManUnited wurde durch nie enden wollenden Offensiv-Drang möglich. Diesen gab nicht nur der Trainer vor.

Wie sehr sich doch die Welt in 45 Sekunden verändern kann. Eben noch lag Christian Fassnacht neben der Seitenlinie rücklings auf dem Boden, die Hände enttäuscht vor das Gesicht geschlagen. Er hatte im CL-Spiel gegen Manchester United mit letztem Einsatz einen Einwurf für die Gäste verhindern wollen – vergeblich. Die Matchuhr im Wankdorf zeigte 93:33 an.

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Fassnacht gibt alles – vorerst vergeblich
Aus Sport-Clip vom 15.09.2021.
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45 Sekunden später sprintete Fassnacht von Glücksgefühlen übermannt mit seinen Teamkollegen über das halbe Feld, um Siegtorschütze Jordan Siebatcheu hinter dem United-Tor zu herzen. YB hatte die Sensation geschafft und den grossen Favoriten aus Nordengland mit 2:1 geschlagen. Das Stadion stand Kopf.

Lass uns alles nach vorne werfen.
Autor: Christian Fassnachtauf David Wagners Frage nach der Taktik

Dass es so weit kommen konnte, lag am unermüdlichen Kampfgeist und Offensiv-Drang der Berner. Sie hätten sich in der Schlussphase auch mit dem 1:1 zufriedengeben können. Schliesslich wäre dies bereits ein grosser Erfolg gewesen. Doch YB spielte mutig weiter nach vorne und wollte den Sieg.

Die Marschrichtung «Offensive pur» wurde nicht von Coach David Wagner alleine vorgegeben, wie Fassnacht nach dem Spiel verriet. «Der Trainer fragte mich in der 80. (Minute): ‹Fassi, wollen wir auf Sieg spielen?› Und ich sagte: ‹Ja! Lass uns alles nach vorne werfen.›», sagte der Nati-Spieler.

So setzte es der Schweizer Meister – angeführt vom omnipräsenten Fassnacht – auch um und belohnte sich für seinen Mut mit dem 2:1 in der 95. Minute.

Für Wagner gibt es kein Halten mehr

Und jetzt war der bedingungslose Offensiv-Drang auch beim Coach zu sehen: Wagner sprintete mit sämtlichen Ersatzspielern von der Trainerbank Richtung Siegtorschütze Siebatcheu, den er zur Pause eingewechselt hatte. Dass er sich von seinen halb so alten Schützlingen nicht abhängen lassen musste, spricht für die Fitness (und Euphorie) des Deutschen.

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Siebatcheu trifft und Wagner sprintet los
Aus Sport-Clip vom 15.09.2021.
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SRF zwei, Champions League - Goool, 14.9.21, 23:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Dennis Gutknecht  (Federer_IST_Gott)
    Etwas, dass im Sport (und natürlich auch im Leben) sehr wichtig ist, um Erfolg zu haben, ist immer bestrebt sein noch mehr erreichen zu können, und niemals den Willen ans Ziel zu verlieren
    Es macht mich als Schweizer (und viele andere auch) so unfassbar stolz, dass man mittlerweile als ‚Muster‘ dafür innert eines halben Jahres 2-mal eine Schweizer Mannschaft nennen darf.

    Ich ziehe den Hut vor der Nati und vor YB. Danke, dass ihr allen veranschaulicht habt, dass mit Wille ALLES möglich ist
  • Kommentar von Domi Torres  (DT9)
    Es ist unglaublich wie YB unter Wagner nochmals einen Sprung nach vorne geschafft hat. Manchester United bezwingst du nicht alle Tage. Klar war man 1 Mann mehr, aber Man Utd hat ein solch überragendes Kader, da sollte es eigentlich kein Problem sein, das 0:1 nach Hause zu bringen. YB konnte das gegen die Ungaren ohne Probleme. YB wurde unterschätzt, spielte enorm stark und hat verdient gewonnen.
    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Meine Meinung! Nur hat Solskjaer gestern alles falsch gemacht.. Seine Auswechslungen sind "strange." Wagner hat dem ihm den Meister gezeigt. Der Mut zur Pause umzustellen, ist eine taktische Meisterleistung! Lauper, Hefti und Martins werden besser von Spiel zu Spiel unter Wagner.Alle sind konditionell auf Weltklasse Niveau unterwegs.Ich bin immer noch elektrisiert von der Gänsehautatmosphäre gestern im Wankdorf!
    2. Antwort von Patrick Salonen  (Patrick Salonen)
      Vor allem der etwas emotionalere Part, welcher Seoane stets zu unterdrücken oder kontrollieren versuchte, bringt das Team weiter!