Als Vorjahres-Finalist und italienischer Vize-Meister war Inter Mailand mit grossen Ambitionen zur diesjährigen Champions-League-Kampagne angetreten. Nun folgte das Aus bereits in den Playoffs zu den Achtelfinals. Nach einem 1:3 im Hinspiel unterlagen die «Nerazzurri» den norwegischen Aussenseitern von Bodö/Glimt auch im Rückspiel 1:2 – und dies trotz teilweise erdrückender Dominanz.
Es ist indes nicht das erste Mal, dass Inter in der K.o.-Phase der «Königsklasse» düpiert wurde:
- 2011 im Viertelfinal tauchte Inter gegen Schalke, damals gerade mal Tabellenzehnter in der Bundesliga, mit 2:5. Im Rückspiel liess sich die Scharte dann nicht mehr auswetzen, die Italiener unterlagen erneut (1:2).
- 5 Jahre zuvor, im Viertelfinal 2006, schied Inter gegen Villarreal aufgrund der Auswärtstorregel aus (2:1 zuhause, 0:1 auswärts). Fairerweise muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass das «Gelbe U-Boot» damals eine fantastische Champions-League-Kampagne gespielt hatte und bis zur Niederlage in Mailand in 11 CL-Partien ungeschlagen geblieben war.
Doch nicht nur Inter tat sich schwer als Favorit in der Champions League:
- Ein blaues Wunder erlebte auch Stadtrivale AC Milan, das nach einem 4:1-Heimsieg im Viertelfinal 2004 gegen La Coruna im Rückspiel in Spanien 0:4 unterging und ausschied.
- Eine grosse Überraschung gelang 2012 im Achtelfinal APOEL Nikosia gegen Olympique Lyon. Die Zyprioten setzten sich nach einem 0:1 im Hinspiel in Lyon und einem 1:0 zuhause im Penaltyschiessen gegen Lacazette und Co. durch. APOEL war damit die erste zyprische Mannschaft in einem CL-Viertelfinal. Dort bedeutete Real Madrid Endstation.
- Eine Sternstunde erlebte Dinamo Kiew 1999 im Viertelfinal. Angeführt vom späteren Superstar Andrij Schewtschenko eliminierten die Ukrainer völlig überraschend das grosse Real Madrid um Raul, Roberto Carlos, Fernando Hierro und Co. Nach einem 1:1 im Bernabeu siegte Dinamo zuhause 2:0. Alle 3 Treffer gingen auf das Konto von «Schewa», der es sich gar noch leisten konnte, einen Penalty zu verschiessen.
- Eine der grössten Überraschungen ist allerdings der Titelgewinn von Porto 2004. Das grösste Husarenstück lieferte das Team von Jose Mourinho im Achtelfinal ab, als die Portugiesen Manchester United eliminierten. Danach zogen der Reihe nach Olympique Lyon, La Coruna und im Final schliesslich Monaco (0:3) den Kürzeren. Die Monegassen hatten u.a. im Viertelfinal Real Madrid ausgeschaltet.