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Zusammenfassung Real Madrid – Chelsea
Aus Sport-Clip vom 13.04.2022.
abspielen. Laufzeit 8 Minuten 57 Sekunden.
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Real ringt Chelsea nieder Benzemas letztes Wort in Tuchels fast perfektem Drehbuch

Immer wieder Karim Benzema. Hatte der Franzose schon im Viertelfinal-Hinspiel beim 3:1 sämtliche Real-Tore erzielt, fungierte die unaufhaltbare Nummer 9 auch in der Reprise als Chelsea-Schreck. Sein Kopfball in der 6. Minute der Verlängerung bedeutete das für die Madrilenen so wichtige wie umjubelte 2:3 – und damit das Halbfinal-Ticket in der Champions League. Die Flanke von Vinicius Junior nickte er aus 10 Metern an Chelsea-Keeper Edouard Mendy vorbei.

Das Happy End für die «Königlichen», das tragische Finale für das ebenbürtige Chelsea. Denn die Gäste drückten vergeblich auf einen weiteren Treffer, um sich ins Penaltyschiessen zu retten.

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Chelsea-Schreck Benzema schlägt wieder zu
Aus Sport-Clip vom 12.04.2022.
abspielen. Laufzeit 29 Sekunden.

Bis zur 80. Minute hiess es 0:3

20 Minuten zuvor war es noch gespenstisch still gewesen im Estadio Santiago Bernabeu. Die Hausherren von Real Madrid hatten tatsächlich das 3:1-Polster aus dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Chelsea verspielt, lagen gar mit 0:3 im Hintertreffen. Carlo Ancelotti reagierte und brachte Rodrygo. Der 21-Jährige dankte es seinem Trainer nur 2 Minuten später: Einen herrlichen Aussenrist-Pass von Luka Modric brachte er zum 1:3 im Tor unter. Zumindest die Verlängerung hatten die «Blancos» zu diesem Zeitpunkt doch noch erreicht.

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Modrics Aussenrist-Pass wie ein Gemälde
Aus Champions League – Highlights vom 12.04.2022.
abspielen. Laufzeit 29 Sekunden.

Tuchel und das «fantastische Drehbuch»

Um noch weiterzukommen, müsse die Partie schon einem «fantastischen Drehbuch» folgen, war sich Chelsea-Trainer Thomas Tuchel nach dem 1:3 im Hinspiel bewusst gewesen. Der 1. Akt verlief dann tatsächlich nach dem Gusto des Deutschen: Von Timo Werners Oberschenkel landete der Ball etwas glücklich direkt in Mason Mounts Laufweg. Dieser schlenzte die Kugel souverän zum 1:0 in die rechte Ecke (15.).

Unmittelbar nach der Pause wurde es aus Sicht der «Blues» – als Auswärtsteam ganz in gelb – noch besser: Antonio Rüdiger stieg nach einem Eckball am höchsten und köpfelte zum 2:0 ein (51.). Das Resultat, welches den Londonern die Türe in die Verlängerung öffnete. Als Werner 13 Minuten später gar auf 3:0 erhöhte, schien Tuchel dem erträumten Happy End noch ein Stück näher.

Ein Drama endet nie mit dem Höhepunkt

Doch bekanntlich kommt ein gutes Drehbuch kaum ohne Twist aus. In diesem Fall griff der VAR ein, der Ball war dem Spanier Alonso an die Hand geprallt – kein Tor! Die nächste Volte folgte sogleich: Benzema spedierte den Ball per Kopf an die Latte (66.). Die Engländer liessen sich davon nicht beirren. Werner zog nach schönem Dribbling ab. Real-Keeper Thibaut Courtois konnte den Ball nur noch abfälschen und ihm beim Überqueren der Torlinie zusehen (75.).

Aus Chelsea-Sicht war mit dem 3:0 der Höhepunkt erreicht. Doch naturgemäss endet ein klassisches Drama nie damit. Tatsächlich: Erst der Rodrygo-Dämpfer und dann der Benzema-Kopfball – der Auftritt des Helden des Stücks bedeutete zugleich die Katastrophe für den Gegner aus London.

SRF zwei, Champions League Highlights, 6.4.22, 23:00 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Dominik Kessler  (dominikk)
    Also hier gehe ich mit dem Kommentator bzgl. dem aberkannten Tor von Alonso überhaupt nicht mehr. Das Tor wird völlig zurecht durch den VAR aberkannt. Weil der Ball dem Angreifer an die Hand springt, kommt er plötzlich in eine sehr aussichtsreiche Position. Sonst wäre der Ball an ihm vorbeigeflogen. So kommt er zu einem klaren Vorteil, nur durch das Handspiel. Umgekehrt wäre es als Verteidiger, in so einer Szene dürfte es kein Penalty geben. Als Stürmer darf die Hand nie zum Vorteil sein.
    1. Antwort von Roger Egeler  (R.Egeler)
      Ich bin da gar nicht ihrer Meinung…
      diese Regel ist ein absoluter Witz. In dieser Situation umso mehr… der Ball ist abgefälscht und der Arm nahe am Körper und es gibt keine Bewegung zum Ball…
      Im Umkehr Fall… Defensiv würde das nicht gepfiffen. Ist doch ein Witz.
      Übrigens… Urs Meier, ehemaliger spitzen Schiri würde die Regel auch verwerfen.
    2. Antwort von Dominik Kessler  (dominikk)
      @Egeler

      Angenommen der Ball wäre direkt von der Hand ins Tor gesprungen, sollte er dann auch zählen?
      Ein Tor mit der Hand zu machen, auch wenn dies unter normalen Umständen kein Foulspiel wäre (weil keine Absicht oder abgefälscht o.Ä.) sollte auch nicht zählen meiner Meinung nach. Hier sehe ich den gleichen Vorteil, der entsteht. Nur weil der Ball an die Hand springt, entsteht überhaupt eine so gefährliche Torchance.
  • Kommentar von Lukas Gruber  (luki1990)
    Immer wieder beeindruckend wie Sie es schaffen, sämtliche Spiele sowohl im Eishockey und Fussball, die gleichzeitig laufen, abschliessend und meiner detaillierten Analyse zu kommentieren.

    Aus meiner Sicht wäre ein Weiterkommen von Chelsea nach der heutigen Leistung ebenso verdient gewesen. TT arbeitet hervorragend und wird Trainer bleiben. Chelsea war deutlich besser als Real und muss das Ausscheiden wegen vergebener Chancen und miserabler Leistung im Hinspiel auf die eigene Kappe nehmen.
    1. Antwort von Stefan Gisler  (GiJaBra)
      Hr. Gruber, konnte 3 Events zusammen schauen. TT arbeitet wie bei PSG und Dortmind, nicht genügend. Sein Pech in England gibt es mehrere potente Clubs. Hier muss ein Trainer mehr bringen als in F oder DE bei PSG oder Bayern, weil ohne Konkurrenz. TT ist ein Jammeri, ärgert sich darüber dass der Schiri mit Ancelotti spricht und lacht anstatt die Leistung seines Trams zu hinterfragen und sich selber. Waren über 210 Min nicht gut genug. Wie auch in der Meisterschaft nicht wirklich gut.
  • Kommentar von Domi Torres  (DT9)
    Hala Madrid!