Was für eine Geschichte in Lissabon: Benfica führte gegen Real Madrid bis kurz vor Schluss mit 3:2. Mit diesem Resultat wären die Portugiesen aufgrund des schlechteren Torverhältnisses ausgeschieden. Real seinerseits hätte noch einen Treffer für die direkte Achtelfinal-Qualifikation gebraucht.
Die 90 Minuten waren bereits abgelaufen, als die Gäste aus Madrid den vermeintlich letzten Angriff leichtfertig vergaben. Doch statt aufs Tempo zu drücken, nahm sich Benficas Torhüter Anatoliy Trubin ziemlich viel Zeit. Es schien, als wisse er nicht, dass sein Team noch einen Treffer benötigte, um das vorzeitige Out zu verhindern.
Letzte Aktion des Spiels verhindert Benficas Out
Nach seinem Abschlag bekam das Heimteam noch einmal einen Freistoss zugesprochen. Es lief bereits die Nachspielzeit der fünfminütigen Nachspielzeit. Auch Trubin wurde von Trainer José Mourinho nach vorne geschickt. Und dann passierte das wirklich Unglaubliche: Ausgerechnet der Torhüter köpfelte Benfica in der 98. Minute zum 4:2-Sieg.
Real muss in die Zusatzschlaufe
Damit erreichten die Iberer in letzter Sekunde als 24. und letzter Klub doch noch die K.o.-Phase der Champions League. Leidtragendes Team ist Marseille, das nach der 0:3-Niederlage auswärts gegen Brügge doch noch ausschied.
Aber auch für Real Madrid endete die Ligaphase der Königsklasse mit einer Enttäuschung: Der Rekord-Champions-League-Sieger belegt nach 8 Spieltagen lediglich Rang 9. Damit verpassen die «Königlichen» die direkte Qualifikation für die Achtelfinals, die Madrilenen müssen den Umweg über die Sechzehntelfinals nehmen.