Guardiola: «Ich brauche jetzt zwei, drei Tage»

Pep Guardiola stand mit den Bayern unmittelbar vor dem Aus. Der scheidende Startrainer war sich dessen durchaus bewusst, wie sich im Nachgang herausstellte. Für Misstöne sorgte Sportvorstand Matthias Sammer.

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Pep Guardiola zum Weiterkommen der Bayern in der Königsklasse

4:04 min, vom 17.3.2016

«Ich brauche zwei oder drei Tage, um zu begreifen, dass wir vier Tore gegen eine italienische Mannschaft geschossen haben. Das ist nicht einfach – wow! Aber wir sind im Viertelfinal», gab Guardiola nach dem dramatischen Weiterkommen zu Protokoll.

«  Eine Minute später – und wir wären weg gewesen. Aber wir sind da! »

Pep Guardiola
Bayern-Coach

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Ein Lob auf die deutsche Mentalität

Der Humor ist dem Katalanen während der dramatischen Partie gegen Juventus offenbar nicht abhanden gekommen. Auf die Frage, was er seinen Spielern vor der Verlängerung gesagt habe, antwortete der 45-Jährige scherzhaft: «Mein Deutsch ist nicht gut, sie verstehen mich nicht. Nein, wir haben darüber gesprochen, dass wir kein Tor mehr bekommen dürfen, weil die sonst weiter sind.»

Bereits in der Halbzeitpause habe er vor einem 3. Gegentor gewarnt. Morata (55./57.) kam diesem trotzdem zweimal nahe. Guardiola stellte fest, dass Juventus nach Lewandowskis Anschlusstreffer nicht mehr gekontert habe. «Und dann ist da diese deutsche Mentalität, es bis zum Ende zu versuchen», so der Bayern-Coach.

«  Wie oft haben wir dieses lächerliche Triple gewonnen? Einmal! »

Matthias Sammer
Sportvorstand FC Bayern

Sammer kontra Hoeness

Die allgemeine Jubelstimmung trübte eine Aussage von Matthias Sammer. «Dass wir das Triple gewinnen sollen, ist dummes Zeug - nicht mehr und nicht weniger», sagte der Sportvorstand. Damit ging er auf Konfrontation mit Ex-Präsident Uli Hoeness, der vor einigen Tagen den Dreifacherfolg als Ziel von Guardiola ausgab.

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Sammer widersprach Hoeness und sagte: «Wie oft haben wir in der Geschichte von Bayern München – auch mit Uli Hoeness – dieses lächerliche Triple gewonnen? Einmal! Wir geben uns Mühe, aber es ist doch völlig unrealistisch, diese Dinge so zu benennen.»

Enttäuschung bei Juventus

Die Juventus-Exponenten zeigten sich als faire Verlierer. Goalie Gianluigi Buffon, der sein 90. CL-Spiel bestritt, war einfach nur stolz auf sein Team. Coach Massimiliano Allegri sagte: «Natürlich bin ich enttäuscht, es tut weh, aber ich muss ein Kompliment an meine Mannschaft aussprechen - wir haben gegen einen der Favoriten gespielt.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.3.2016, 20:00 Uhr

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Live-Highlights der Partie Bayern - Juventus

4:09 min, vom 16.3.2016