Lausanne-Sport empfängt am Donnerstag Sigma Olomouc mit dem Ziel, sein Abenteuer in der Conference League fortzusetzen. Die Waadtländer müssen dieses Playoff-Rückspiel gewinnen, um die «richtige» K.o.-Phase des Wettbewerbs zu erreichen. In den Achtelfinals ginge es gegen den zypriotischen Cupsieger AEK Larnaca oder den vom Schweizer Trainer Urs Fischer betreuten Bundesligisten Mainz 05.
Das 1:1-Unentschieden im Hinspiel in Tschechien bringt Lausanne in eine günstige Ausgangslage. Insbesondere, wenn man die europäische Bilanz des Teams von Peter Zeidler im heimischen Stade de la Tuilière zu Rate zieht: In dieser Saison ist man noch ungeschlagen. Auch Gegner wie Besiktas Istanbul oder die AC Fiorentina bissen sich im Waadtland die Zähne aus.
Negativtrend in den letzten Partien
Allerdings ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu Lausannes jüngsten Auftritten vonnöten. In der Meisterschaft hat man aus den letzten sechs Spielen gerade einmal drei Punkte geholt. Und das Remis gegen Olomouc vor Wochenfrist war höchst schmeichelhaft. Abgesehen vom (schönen) Tor des Engländers Nathan Butler-Oyedeji hatte Lausanne auf dem schlechten Platz kaum Chancen. In der zweiten Halbzeit dominierten die Tschechen deutlich.
Nun kehrt Lausanne in seine Festung zurück, auf seinen Kunstrasenplatz, der bei fast jedem Europacup-Spiel wieder im Mittelpunkt der Diskussionen steht.
Die Fortsetzung des europäischen Abenteuers – für die Waadtländer eine willkommene Aufhellung angesichts der Schwierigkeiten in der Super League – wäre auch ein Gewinn für den Schweizer Fussball. Lausanne ist der letzte verbliebene Vertreter im Europacup und der einzige Klub, der das Uefa-Ranking der Schweiz noch verbessern kann, das über die Anzahl der europäischen Startplätze entscheidet.