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EL-Halbfinal live bei SRF SC Freiburg: Schuster plant den nächsten Streich

Julian Schuster füllt die grossen Fussstapfen von Christian Streich bislang mit erstaunlicher Leichtigkeit aus. Folgt am Donnerstag gegen Braga gar der Final-Einzug in der Europa League?

Mann spricht bei Pressekonferenz der Europa League.
Legende: Überzeugt mit seinem Team in der Bundesliga und in Europa Freiburg-Coach Julian Schuster. Imago/steinsieck.ch

Christian Streich ist in Freiburg eine Ikone. Zwölfeinhalb Jahre trainierte der charismatische Badener die Breisgauer und überraschte mit dem «kleinen» Bundesligisten regelmässig. Nach seinem Rücktritt Ende der Saison 2023/24 fragte man sich in Freiburg, ob Nachfolger Julian Schuster die riesigen Fussstapfen Streichs füllen könne.

Nach knapp zwei Saisons lässt sich bilanzieren: Er kann es gut, sehr gut sogar. Mit Rang 5 in seiner Premieren-Saison egalisierte Schuster die Topklassierung unter Streich auf Anhieb und qualifizierte sich mit dem SC Freiburg für die Europa League.

Dort stiess der SCF mit teils berauschendem Fussball in die Halbfinals vor – ein Novum in der 122-jährigen Klubgeschichte. Nach dem (unglücklichen) 1:2 im Hinspiel auswärts bei Braga (POR) scheint es nicht unrealistisch, dass sich das Team mit den Schweizern Johan Manzambi und Bruno Ogbus am Donnerstagabend (ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei) sogar für das Endspiel qualifiziert.

Zündet Freiburg das nächste Feuerwerk?

Die Transformation von Trainer Streich zu Trainer Schuster ist dem SC Freiburg vorzüglich geglückt. Beim mitreissenden 3:0 zu Hause gegen Celta Vigo (ESP) im Viertelfinal-Hinspiel sass der Ex-Coach auf der Tribüne und traute wohl zeitweise seinen Augen nicht. Auch wenn Streich über seinen Nachfolger sagt: «Ich bin nicht überrascht und freue mich natürlich, dass er so erfolgreich ist.» Streich bezeichnete Schuster als «optimale Lösung» für die Breisgauer.

Am Donnerstag will Freiburg trotz der 1:2-Hypothek ein nächstes Mal Geschichte schreiben und in den Final (am 20. Mai in Istanbul) einziehen. Die Statistik macht den Süddeutschen Mut: Im laufenden Wettbewerb hat Freiburg bislang jedes Heimspiel gewonnen – und bereits einmal einen Rückstand umgebogen: Im Achtelfinal wurde der KRC Genk nach einem 0:1 in Belgien zu Hause mit 5:1 deklassiert. «Da haben wir ein Feuerwerk abgebrannt», erinnerte sich Verteidiger Philipp Treu.

Auch nächste Saison europäisch?

In der Bundesliga sind Schuster und seine Mannschaft zwei Runden vor Saisonende auf dem 7. Platz klassiert. Im Normalfall würde dieser kein Ticket für einen europäischen Wettbewerb mit sich bringen. Weil sich aber die Bayern (1.) und Stuttgart (5.) im Pokalfinal gegenüberstehen, garantiert Rang 7 nun den Einzug in die Playoffs der Conference League.

Und nicht zu vergessen: Freiburg hat noch eine andere Chance, um in der kommenden Spielzeit europäisch zu spielen. Der Sieger der Europa League 2025/26 qualifiziert sich nämlich direkt für die Ligaphase 2026/27. Nicht etwa in der Europa League, sondern in der Champions League. Es wäre der nächste Höhepunkt für Freiburg unter Schuster.

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SRF zwei, sportlive, 30.4.26, 21:00 Uhr ; 

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