- Der SC Freiburg schlägt Braga im Halbfinal-Rückspiel der Europa League 3:1 (Hinspiel 1:2) und spielt um den Titel.
- Der Schweizer Internationale Johan Manzambi brilliert und trifft herrlich zum 2:0.
- Im Final am 20. Mai in Istanbul kommt es nicht zum Schweizer Duell: Dan Ndoye scheitert mit Nottingham Forest an Aston Villa.
Tausende Fans schon Stunden vor dem Anpfiff vor dem Stadion und eine eindrückliche Choreo unmittelbar vor Spielbeginn: In Freiburg herrschte vor dem wichtigsten Heimspiel der Klubgeschichte Ausnahmezustand. Die Hoffnung war gross: Erstmals winkte den Breisgauern der Einzug in einen internationalen Final.
Manzambi trifft traumhaft
Und spätestens in der 41. Minute verwandelte sich das Europa-Park-Stadion in ein Tollhaus. Verantwortlich dafür war Johan Manzambi. Der Schweizer Internationale schlenzte den Ball herrlich zur 2:0-Führung in die Maschen. Damit hatte Freiburg den 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel gedreht und nahm definitiv Kurs auf den Final.
Manzambi, der sich seit Wochen in bestechender Form präsentiert, fühlte sich auch in seiner offensiveren Rolle auf der Zehnerposition sichtlich wohl und gehörte einmal mehr zu den auffälligsten Figuren der Breisgauer. Kurz nach der Pause scheiterte er mit einem Weitschuss nur knapp an Bragas Torhüter Lukas Hornicek.
Braga ab der 6. Minute in Unterzahl
Die Partie hatte bereits mit einem Paukenschlag begonnen: Schon ab der 6. Minute musste Braga in Unterzahl weiterspielen. Mario Dorgeles sah nach einer Notbremse an Jan‑Niklas Beste die rote Karte. Beste und der mitgelaufene Manzambi wären alleine vor dem gegnerischen Torhüter aufgetaucht.
13 Minuten später hatte Freiburg die 1:2‑Hypothek aus dem Hinspiel wettgemacht. Der Treffer zum 1:0 fiel dabei in die Kategorie «Flipper-Tor»: Jean‑Baptiste Gorby wollte im eigenen Strafraum klären, traf dabei jedoch Lukas Kübler. Von dessen Oberschenkel sprang der Ball an den Pfosten – und kullerte von dort ins Tor.
Braga tat sich mit einem Mann weniger sichtlich schwer. Dennoch wären die Portugiesen kurz vor der Pause beinahe zum Anschlusstreffer gekommen. Doch Victor Gomez traf nur den Pfosten. In der 72. Minute traf Kübler per Kopf zum vermeintlich beruhigenden 3:0. Doch Braga gab nicht auf und kam in der 79. Minute durch Pau Victor zum Anschlusstreffer.
Freiburg zeigt Nerven
Und plötzlich flatterten beim Heimteam die Nerven. Braga spielte in Unterzahl ein regelrechtes Powerplay. Doch der 2. Treffer, der die Portugiesen in die Verlängerung gebracht hätte, fiel nicht mehr. Anteil daran hatte auch Bruno Ogbus, der beim Bundesligisten in der 81. Minute eingewechselt wurde und dabei half, die Führung über die Zeit zu bringen.
Ndoye sieht Nottinghams Niederlage von der Bank
Im Final am 20. Mai (live auf SRF info) in Istanbul trifft Freiburg auf Aston Villa. Die Mannschaft aus Birmingham wurde ihrer Favoritenrolle im englischen Duell gegen Nottingham Forest gerecht und drehte das 0:1 aus dem Hinspiel dank einem 4:0 vor Heimpublikum.
Verhindern konnte dies auch Dan Ndoye nicht, der bei den Gästen nach überstandener Verletzung auf der Ersatzbank sass. Aston Villas Trainer Unai Emery arbeitet weiter an seinem Legendenstatus. Der Spanier ist mit vier Titeln (3x mit Sevilla, 1x mit Villarreal) bereits der erfolgreichste Trainer des Wettbewerbs und strebt nun mit dem Fünften der Premier League nach seinem fünften Titel in der Europa League.