Was haben Nuno Espirito Santo, Ange Postecoglou, Sean Dyche und Vitor Pereira gemeinsam? Genau, sie alle waren in dieser Saison schon Trainer von Nottingham Forest. Allein das ist Beweis genug, dass die Saison der «Tricky Trees» bis anhin – gelinde ausgedrückt – turbulent verlief.
Geduld ist nicht des Eigentümers Stärke
An dieser Stelle soll auch erwähnt sein, dass Klub-Eigentümer Evangelos Marinakis nicht gerade den längsten Geduldsfaden hat und es in Nottingham unter seiner Ägide doch schon das eine oder andere Mal geknallt hat, sei es in Form von Trainer-Entlassungen, Ausfälligkeiten gegenüber eigenen Spielern oder Frust-Tiraden gegen die Medien.
Auch dieser Tage dürfte das Nervenkostüm von Marinakis nicht besonders dick sein. Nottingham befindet sich in der heimischen Premier League mitten im Abstiegskampf. Am vergangenen Wochenende baute der Klub des Schweizer Internationalen Dan Ndoye dank einem Remis gegen Aston Villa sein Polster auf 3 Punkte aus.
Zwei Gesichter
Zwei Abstiegsplätze sind durch die abgeschlagenen Wolverhampton und Burnley wohl vergeben – für den dritten kommen realistischerweise noch Leeds, Nottingham, West Ham und Tottenham in Frage. Aktuell besetzen tatsächlich die «Spurs», der amtierende Europa-League-Champion, den 18. Platz.
Und tatsächlich gibt es Parallelen zwischen Nottingham und Tottenham. Auch Forest zeigt, wie im Vorjahr Tottenham, im Europacup und in der Premier League unterschiedliche Gesichter. In der Europa League qualifizierte sich Nottingham über die Playoff-Runde für die K.o.-Phase, in der sich die Engländer im Achtelfinal gegen Midtjylland durchsetzten.
Nach einem 1:1 in Porto stehen die Chancen der «Tricky Trees» vor dem Rückspiel am Donnerstag in den Midlands gut, um sogar in den Halbfinal vorzustossen. Sollte der aktuelle Trainer Pereira – ausgerechnet ein Portugiese – das schaffen, ist sein Job mindestens bis am kommenden Wochenende in Sicherheit.
Doch länger kaum, denn am Sonntag empfängt Nottingham in der Premier League Burnley zum Abstiegsgipfel. Und der Geduldsfaden von Klub-Eigentümer Marinakis dürfte dann kaum länger sein.