«Mister Europa League» hat wieder zugeschlagen: Nach drei Titeln mit Sevilla (2014 – 2016) und einem Triumph mit Villarreal 2021 hat Unai Emery die Europa League nun auch mit Aston Villa gewonnen. In seinem sechsten Final, 2019 hatte er mit Arsenal gegen Chelsea verloren, führte der Spanier sein Team zum fünften Mal zum Sieg.
Emery stieg mit seinem fünften Titelgewinn in die Riege der ganz Grossen auf: Fünf Europapokalsiege gelangen zuvor nur Giovanni Trapattoni, Carlo Ancelotti und Jose Mourinho. Der Klub aus Birmingham feierte seinen ersten Europa-League-Sieg und den ersten internationalen Titel seit 1982, damals im Endspiel des Europapokals der Landesmeister gegen Bayern München.
Enttäuschung bei Freiburg
Während bei Aston Villa nach dem Spiel riesige Freude herrschte, dominierte bei den Freiburgern mit Johan Manzambi und dem nicht eingesetzten Bruno Ogbus die Enttäuschung. Die bemerkenswerte Saison im internationalen Wettbewerb endete ohne den erhofften ersten grossen Titel für den Sport-Club.
Die Breisgauer hätten mit einem Triumph auch zum ersten Mal in der Klubgeschichte in die Champions League einziehen können, dieser Traum ist nun geplatzt. In der kommenden Saison werden sich die Badener mit der Conference League begnügen müssen, diesen Startplatz hatten sie sich am vergangenen Wochenende in der Bundesliga noch gesichert.
Viel Prominenz
Auch bei den Prominenten auf der Tribüne waren die Emotionen nach der Partie gespalten. Aston Villas Edelfan Prinz William hatte Grund zum Jubeln, die deutsche Fussball-Prominenz nicht. Bundestrainer Julian Nagelsmann, DFB-Präsident Bernd Neuendorf und die DFL-Spitze um Hans-Joachim Watzke, Marc Lenz sowie Steffen Merkel waren in die türkische Metropole gereist. Auch die Klubikonen Christian Streich und Joachim Löw waren vor Ort dabei.
Gemeinsam mit 11'000 Freiburger Fans trösteten die Deutschen ihr Team nach dem Final. Trotz der Niederlage wird die beeindruckende europäische Reise im Breisgau noch lange in Erinnerung bleiben.