Die Swiss Football League hatte im vergangenen Sommer ein klares Ziel ausgegeben: Die auf Platz 17 zurückgefallene Schweiz soll so schnell wie möglich zurück in die Top 15 des Uefa-Rankings. Es sollte der Umstand genutzt werden, dass zum vorerst letzten Mal fünf Schweizer Teams europäisch vertreten waren. Doch nach den Niederlagen von Basel und YB am Donnerstag ist dieses Ziel in weite Ferne gerückt.
Zypern stellt Schweiz in den Schatten
Zwar hat die Schweiz im Ranking einen Platz gutgemacht und liegt nur knapp einen Punkt hinter Rang 15. Doch der Blick nach vorne relativiert die Hoffnung: Das direkt vor der Schweiz klassierte Zypern hat mit AEK Larnaka und Omonia Nikosia noch zwei Teams im Wettbewerb, während für die Schweiz einzig Lausanne-Sport in der Conference League verblieben ist.
Sowieso sind die Waadtländer das einzige Schweizer Team, das in dieser Europacup-Saison überzeugte: Mit 14,5 der bislang 30 Schweizer Punkte stammt fast die Hälfte der Ausbeute von Lausanne. YB steuerte 8 Punkte bei, Basel 4,5, Lugano und Servette – beide in der Qualifikation gescheitert – je 1,5. Der Vergleich fällt deutlich aus: Zypern sammelte mit vier Teams bislang über 47 Punkte und weist einen fast doppelt so hohen Schnitt auf.
Auch 2027/28 nur zu viert vertreten?
Von hinten droht der Schweiz immerhin kaum Gefahr. Österreich, Schweden und Israel haben keine Teams mehr im Europacup. Schottland hofft noch auf Celtic Glasgow, das in der Europa League – im Gegensatz zu YB und Basel – den Sprung in die Top 24 geschafft hat.
Bleibt die Schweiz ausserhalb der Top 15, hätte das spürbare Konsequenzen. Wie bereits in der kommenden Saison wäre sie auch 2027/28 nur mit vier statt fünf Teams im Europacup vertreten. Alle müssten in der 2. Qualifikationsrunde des jeweiligen Wettbewerbs starten – und keine Teilnahme an einer Ligaphase wäre mehr garantiert.