Bruno Ogbus kam, sah, legte auf – und jubelte. Wir schreiben den 17. August 2024 im DFB-Pokalspiel zwischen Osnabrück und Freiburg: Der damals 18-jährige Schweizer Verteidiger feierte sein (Startelf-)Debüt bei den Profis. Nach einer halben Stunde bereitete er den Breisgauer Führungstreffer von Lucas Höler vor. Am Ende gewann Freiburg mit 4:0.
Wenige Tage später kam Ogbus mit zwei Teileinsätzen zu seiner Bundesliga-Feuertaufe, ehe Ende September eine vorzeitige Vertragsverlängerung vorlag. Damit unterstrich Freiburg, dass es in Ogbus ein Versprechen für die Zukunft sieht.
Doch dann schlug das Schicksal gnadenlos zu. Ogbus riss sich im Training die rechte Achillessehne. Der kometenhafte Aufstieg wurde abrupt gestoppt. «Es war nicht einfach. Als junger Spieler so lange auszufallen, ist hart. Aber ich konnte auf die Unterstützung meines Umfelds zählen – das hat mir viel Kraft gegeben.»
In die Startformation gespielt
Und so kämpfte sich der ehemalige GC-Junior Stück für Stück zurück. In der zweiten Mannschaft des SC Freiburg konnte er nicht nur schnell wieder Fuss fassen, es stellte sich gar schon bald die Frage, ob das Niveau für Ogbus nicht zu tief sei. «Es stand ein Leihgeschäft im Raum und ich hatte mit anderen Klubs Kontakt.»
Doch diesmal meinte es das Schicksal gut mit Ogbus. Weil dem Team von Trainer Julian Schuster die Verteidiger verletzungsbedingt ausgingen, spülte es den Schweizer in die erste Mannschaft. Ogbus nutzte seine Chance. Seit dem 14. Januar hat er in jeder Partie im deutschen Oberhaus mitgewirkt – meist in der Startformation.
Vielseitig einsetzbar
Was Ogbus in die Karten spielt, ist seine Vielseitigkeit. Ob als Innenverteidiger oder als Rechtsaussen, der U21-Natispieler fühlt sich überall wohl. «Am liebsten bin ich in der Innenverteidigung, aber da ich früher oft im Sturm war, hege ich noch immer den Offensivdrang. Deswegen kann ich auch in der Aussenverteidigung spielen.»
Auf diese Polyvalenz dürfte Coach Schuster auch im Hinspiel des Europa-League-Viertelfinals gegen Celta Vigo am Donnerstag zurückgreifen. Für Ogbus könnte es der nächste Schritt seines steilen Aufstiegs sein.