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Reaktion gefordert Der nächste Härtetest für die YB-Abwehr heisst Lyon

Nach dem missglückten Start ins neue Jahr will sich YB in der Europa League rehabilitieren. Es wartet der Leader.

Nein, so hatten sich die Young Boys den Wiederauftakt nach der Winterpause nicht vorgestellt. Anstatt nach einer ruhigen Vorbereitung unter Trainer Gerardo Seoane mit neuem Schwung die Aufholjagd zu lancieren, geriet die Mannschaft unvermittelt wieder in alte Fahrwasser. Mit der 1:3-Heimniederlage gegen Lausanne-Sport, der dritten Pleite in Folge, startete das neue Jahr so, wie das alte aufgehört hat.

Immerhin erlaubt das internationale Geschäft den Bernern, schnell auf die Pleite zu reagieren. Im Dezember gelang dies YB vorzüglich. Vier Tage nach einem denkbar schwachen Auftritt in Sion (0:2) feierte man gegen Lille einen überraschenden 1:0-Sieg. Am Donnerstag kommt mit Lyon erneut ein Gegner aus der Ligue 1 ins Wankdorf. Es ist eine denkbar schwierige Aufgabe für das Seoane-Team. Die Franzosen führen die Tabelle der Europa League an und haben wettbewerbsübergreifend sechs Spiele in Folge gewonnen.

Baustelle Abwehr

Seoane erwartet eine Reaktion des Teams. «Wir werden defensiv extrem gefordert sein und müssen sehr kompakt stehen.» Gerade die Defensive ist bei «Gelb-Schwarz» aber schon länger eine gröbere Baustelle in dieser Saison. Wer schon gegen Gegner wie GC, Lugano oder Lausanne 12 Tore in 3 Partien kassiert, dürfte es gegen einen Spitzenklub aus der Ligue 1 nicht leichter haben.

Seoane verzichtet im Rückblick auf die Lausanne-Niederlage auf Einzelkritik. Es hätten alle gemeinsam nicht so performt wie gewollt. «Es ist ein Teamsport. Ein Mitspieler kann die individuellen Fehler anderer jeweils ausbügeln, das haben wir in diesem Spiel nicht gut gemacht.»

Keine Rechnereien

Zwei Spieltage vor Ende der Ligaphase beginnt bei manchen Fans wohl schon das Kopfrechnen. Im letzten Jahr qualifizierte man sich mit zehn Punkten für die K.o.-Phase, YB steht derzeit bei neun Zählern. Sein Team werde aber weder gegen Lyon noch zum Abschluss in Stuttgart auf Unentschieden spielen. «Wir rechnen nicht und wollen etwas Zählbares mitnehmen», so Seoane.

Womöglich tritt aber der Gegner aus Frankreich mit angezogener Handbremse an, denn die 15 Punkte, die Lyon derzeit auf dem Konto hat, reichten vor einem Jahr für einen Platz in den Top 8 und damit die direkte Achtelfinal-Quali. Besonders die lädierte YB-Defensive hätte dagegen wohl nichts einzuwenden.

Europa League

SRF zwei, Sportflash, 21.01.2026, 20:00 Uhr ; 

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