St. Gallen und Thun zufrieden, aber weiter bescheiden

St. Gallen und Thun sind etwas überraschend mit einem Heimsieg in die Europa-League-Gruppenphase gestartet. In der Ostschweiz und im Berner Oberland war trotz Zufriedenheit keine übergrosse Euphorie auszumachen.

St. Gallen und Thun haben zum Auftakt der Gruppenphase in der Europa League ihre Chancen gepackt und die favorisierten Gegner in die Schranken gewiesen. Nach den Heimsiegen machte sich bei den Superligisten zwar Zufriedenheit breit, doch überbewerten wollten sie die Leistungen nicht.

Montandon: «Geld gewinnt keine Spiele»

FCSG-Coach Jeff Saibene freute sich nach dem 2:0-Heimsieg gegen Kuban Krasnodar: «In der 2. Halbzeit waren wir überlegen und sind der verdiente Sieger.» Roberto Rodriguez frohlockte: «Ich kann es noch immer nicht glauben. Wir haben einen super Match gemacht.» Genugtuung herrschte bei Philippe Montandon: «Geld gewinnt keine Spiele. Das haben wir wieder bewiesen.»

Der Captain wusste, wie der Erfolg gegen Kuban möglich wurde: «Man sieht, was man im Fussball mit einer homogenen Truppe, Kontinuität im Verein und Qualität in der Mannschaft erreichen kann.»

Fischer: «Haben vieles richtig gemacht»

Nach dem St. Galler Heimsieg zogen die Thuner mit einem 1:0-Sieg über Rapid Wien nach. Die Berner Oberländer waren bestens auf den österreichischen Rekordmeister vorbereitet. «Wir wussten, was auf uns zukommt», so Torschütze Christian Schneuwly. Coach Urs Fischer lobte den gut organisierten und effizienten Auftritt seiner Mannschaft: «Die Jungs haben das tipptopp gemacht.»

«Wenn man in der Gruppenphase das 1. Heimspiel gegen Rapid 1:0 gewinnt, hat man vieles richtig gemacht», freute sich Fischer. Gleichzeitig relativierte er: «Als Aussenseiter ist es immer ein wenig einfacher denn als Favorit.» Mit einem Auftritt wie am Donnerstagabend könnten Thun und St. Gallen durchaus auch für weitere Favoriten zum Stoplerstein werden.