- Aston Villa gewinnt die Europa League dank einem 3:0 im Final gegen den SC Freiburg.
- In Istanbul treffen die Engländer zweimal vor und einmal nach der Pause.
- Der Schweizer Johan Manzambi geht damit als Verlierer vom Platz.
Der SC Freiburg muss weiter auf seinen ersten Titel warten. Durchaus überraschend waren die Breisgauer in den Final der Europa League gestürmt. Dort war aber Aston Villa erwartungsgemäss zu stark. Im Istanbuler Hexenkessel wurde der Premier-League-Klub seiner Favoritenrolle gerecht. Den Unterschied machte das Team aus Birmingham kurz vor der Pause:
- 41. Minute: Eine einstudierte Eckballvariante gelingt. Die Flanke landet auf dem Fuss von Youri Tielemans, der volley abzieht und Noah Atubolu keine Chance lässt – 1:0.
- 45.+3 Minute: Als sich die Freiburger schon in der Pause sehen, schlägt Aston Villa erneut zu. Emiliano Buendia schlenzt die Kugel aus 16 Metern sehenswert ins obere Eck zum 2:0.
Mit dem 0:2 zur Pause war der SC Freiburg schlecht bedient. Wirkliche Vorteile hatte sich in der 1. Halbzeit kein Team erarbeiten können. Beide Mannschaften agierten zögerlich und setzten den Fokus auf die Defensive. Zweimal war es dann die individuelle Klasse, welche den Unterschied zugunsten von Aston Villa ausmachte.
Johan Manzambi, der bei den Freiburgern im offensiven Mittelfeld zum Zug kam, konnte sich nach einigen Anlaufminuten in Szene setzen. Nach einer halben Stunde eroberte er die Kugel tief in der gegnerischen Platzhälfte und suchte dann direkt den Abschluss. Diesen konnte Emiliano Martinez im Villa-Tor aber problemlos parieren.
Rogers macht alles klar
Nach dem Seitenwechsel war Freiburg bemüht, die 0:2-Hypothek zu tilgen. Das Team von Julian Schuster übernahm die Spielkontrolle, wurde danach aber bitter bestraft. Ein schneller Angriff von Aston Villa genügte, um zum 3:0 zu kommen und die Partie zu entscheiden. Morgan Rogers schob eine flache Hereingabe von Buendia an Atubolu vorbei über die Linie (58.).
Nach diesem Tor war die Partie entschieden, dem SC fehlte die Kraft, das Comeback anzustreben. Manzambi, der zuvor mehrfach gepflegt worden war, scheiterte in der 84. Minute mit einem Kopfball an Martinez. Der Schweizer stand bei der Aktion aber im Abseits, ein Tor hätte nicht gezählt.
Es war die letzte nennenswerte Aktion der Partie – kurz danach pfiff der französische Schiedsrichter François Letexier das Spiel ab. Für Aston Villa ist es der erste internationale Titel seit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1982. An der Seitenlinie bei den «Villans»: Unai Emery, der die Europa League nun bereits zum 5. Mal gewann.