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Vor dem EL-Quali-Rückspiel Luzern, der Jugendwahn und das ewige europäische Versagen

Nach dem 0:4 im Hinspiel dürfte es für Luzern gegen Olympiakos primär darum gehen, Erfahrung zu sammeln.

Fussballspieler
Legende: Die Definition von «Ratlosigkeit» Die Spieler des FC Luzern nach der 0:4-Hinspiel-Niederlage. Freshfocus

Wenn am Donnerstag Olympiakos Piräus in der Luzerner swissporarena gastiert, dürfte das Heimteam wieder einmal resümieren: Und jährlich grüsst das Murmeltier. Denn das Scheitern auf europäischer Bühne bei erster Gelegenheit hat beim FC Luzern Tradition.

11 Mal gespielt, 2 Mal gewonnen, nie weitergekommen

Seit der Wettbewerb Europa League heisst, überstand Luzern noch keine Runde. Die niederschmetternde Bilanz: 11 Spiele, 2 Siege. Die Gegner waren dabei nicht nur hochkarätig: Osijek, Sassuolo, St. Johnstone, Genk, Utrecht. Und nun in der 3. Quali-Runde eben Olympiakos.

Legende: Video Klatsche für Luzern bei Olympiakos abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.08.2018.

Keine Frage, die Griechen galten schon vor dem Duell gegen Luzern als Favorit. Marktwert und Erfahrung sind bei Piräus ungleich höher. Doch unabhängig davon akzentuierte sich beim 0:4-Hinspiel-Debakel Luzerns grösste Sorge in dieser Saison: die Defensive. In der Liga hat bislang einzig GC mehr Gegentreffer kassiert als die «Leuchten».

Unerfahrenheit als Bürde

Einerseits fällt hier Luzerns (fraglos lobenswerter) Ansatz ins Gewicht, auf junge Spieler zu setzen. Doch die Unerfahrenheit bei Akteuren wie Yannick Schmid (23 Jahre), Ruben Vargas (19), Idriz Voca (21), Silvan Sidler (20) oder Marvin Schulz (23) war zuletzt offenkundig.

Andererseits präsentierten sich auch Routiniers wie Christian Schwegler oder Christian Schneuwly vom hohen Tempo Olympiakos' überfordert. Und wer mit einem Auge nach Basel schielt, erkennt: Mirko Salvi agiert aktuell nicht einmal in der Nähe des Niveaus von Vorgänger Jonas Omlin.

Die Aussichtslosigkeit der Situation könnte der jungen Garde indes entgegenkommen. Zu verlieren gibt es nicht mehr viel. Zu gewinnen hingegen die Möglichkeit, ohne viel Druck Erfahrung auf der europäischen Bühne zu sammeln.

Sendehinweis

Das Rückspiel der 3. EL-Quali-Runde zwischen Luzern und Olympiakos können Sie am Donnerstag, 16.8. ab 19:20 Uhr live mitverfolgen: Auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 9.8.2018, 20 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Olympiakos Piräus (GRE) ist ZU stark. Genk (BEL), Utrecht (NED), Sassuolo (ITA) und Osijek (CRO) waren ebenbürtig, einzig St. Johnstone (SCO) war eine Peinlichkeit seitens des FCL. Gegen die vier ebenbürtigen Teams stand das Glück nicht auf Seiten des FC Luzern. Doch ist auch klar, dass der FCL europäisch im Gesamtbild enttäuscht hat. Das Niveau der SL halte ich nicht für so schlecht wie es zeitweilig dargestellt wird. Die Resultate jedoch stützen meine Meinung nicht... das stimmt leider auch.
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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Fakt ist, eine reele Chance haben im europäischen Geschäft nur YB und Basel. Der Rest- so leid es mir tut- ist dazu einfach nicht fähig genug. Wie oft stand YB in einer europäischen Gruppenphase in den letzten 10 Jahren, wie oft GC? Europäisch ist SL-Niveau zu schwach.
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  • Kommentar von Roland Risch Roland (Risch Roland)
    Wieso wird nicht das Heimspiel von Basel gezeigt?
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    1. Antwort von SRF Sport
      Teleclub ist der Inhaber der Live-Rechte für die EL-Quali-Partie von Basel. SRF zeigt im Rahmen von «sportaktuell» eine Zusammenfassung des Spiels.
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