Ein 0:5 gegen Lausanne vor und ein 1:2 gegen St. Gallen nach der Länderspielpause – die Berner Young Boys kommen trotz Tapetenwechsel auf keinen grünen Zweig.
Die Heimniederlage gegen den FCSG am Sonntagnachmittag erhielt zudem eine historische Note. 20 Jahre lang hatten die «Espen» zuvor nicht mehr in Bern jubeln können. Es ist also kein Wunder, dass YB-Trainer Giorgio Contini von einem «angekratzten Selbstvertrauen» spricht.
Ein Sieg ist Pflicht
Der Zeitpunkt für die neuerliche Baisse ist ungünstig, zumal «Gelb-Schwarz» am Donnerstag in der Ligaphase der Europa League gegen Ludogorets Rasgrad antritt. «Wenn wir auch im Frühling im Wettbewerb dabei sein wollen, müssen wir einen Sieg holen», so die klare Ansage des 51-jährigen Coaches.
Contini hat eine Strategie, wie er seine geknickten Spieler wieder aufrichten möchte: Indem er ans letzte Europa-League-Spiel erinnert. Tatsächlich zeigten sich die Berner in jener Partie in Bukarest von ihrer besten Seite: schwungvoll, effizient, selbstsicher – und zur Belohnung siegreich (2:0).
«Jeder Spieler muss Verantwortung übernehmen»
Auch aufgrund solcher Darbietungen ist bei Contini keinerlei Panik zu spüren. Es seien «wenige Momente» im Spiel, die gegen sein Team laufen. «Die Mannschaft muss sich dagegenstemmen», fordert er. «Und dann vor allem über den Kampf ein Zeichen setzen.»
Dies ist auch für Armin Gigovic der springende Punkt. «Das ganze Team muss sich gegenseitig anstacheln, auch wenn es mal gegen uns läuft.» Der Mittelfeldspieler plädiert dafür, dass «jeder Spieler Verantwortung übernimmt».
Auf die Taktik bezogen sagt der 23-jährige Neuzugang: «Wir wollen uns so bewegen, dass unser Spiel für den Gegner unberechenbar ist. Zudem wollen wir mit dem Ball schnell ins gegnerische Drittel. Und dann müssen wir natürlich unsere Chancen nutzen.»