Der SC Freiburg blickt auf die wohl erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte zurück. Die Breisgauer stiessen in der Europa League bis in den Final vor und standen damit erstmals auf europäischer Bühne in einem Endspiel. Einen entscheidenden Anteil am Höhenflug hat auch der Schweizer Johan Manzambi.
Die Uefa hat den 20-Jährigen zur «Entdeckung der Saison» in der Europa League gewählt. Manzambi ist aus der Startelf des SC Freiburg mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Der Lohn: die erstmalige Teilnahme an einem grossen Turnier mit der Schweizer Nationalmannschaft, nachdem er vor einem Jahr erstmals von Coach Murat Yakin aufgeboten worden war.
Wenn ich eingewechselt werde, dann ich bin bereit. Und wenn ich nicht spiele, dann helfe ich meinen Kollegen.
In der Nati dürfte Manzambi vorerst wieder einen Schritt zurückmachen und sich mit der Jokerrolle begnügen müssen. Für den Genfer ist das jedoch kein Problem: «Wir haben ein sehr gutes Team mit viel Qualität. Wenn ich eingewechselt werde, bin ich bereit. Und wenn ich nicht spiele, helfe ich meinen Kollegen», sagt er im Interview mit SRF. Es gehe darum, die beste WM überhaupt zu spielen: «Der Coach hat bisher alles richtig gemacht. Und wenn ich von Anfang an spielen darf, bin ich bereit.»
Ich konzentriere mich nur auf den Fussball. Ich muss einfach arbeiten, arbeiten, arbeiten, um besser zu werden.
10 Länderspiele hat Manzambi bislang bestritten und dabei 3 Tore erzielt. Kann er seine Leistungen aus dem Klub auch in der Nati bestätigen, dürften bald weitere Einsätze dazukommen. Nicht zuletzt, weil er sowohl im defensiven als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann und auf beiden Positionen überzeugt.
Eine starke WM könnte den Marktwert des 20-Jährigen, der in dieser Saison ohnehin stark gestiegen ist, weiter in die Höhe treiben und das Interesse von Topklubs wecken. Mit solchen Gedanken beschäftigt sich der Sohn eines kongolesischen Vaters und einer angolanischen Mutter jedoch nicht: «Ich konzentriere mich nur auf den Fussball. Ich muss einfach nur arbeiten, arbeiten, arbeiten, um besser zu werden und mit beiden Füssen auf dem Boden bleiben.»