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Ausblick auf Kroatien-England Die Lachnummer war einmal

Die «Three Lions» präsentieren sich gestählt auf der Goalie-Position. Was gibt es sonst noch zum 2. Halbfinal zu sagen?

Kombibild mit englischen und kroatischen Fans, die jubeln.
Legende: England vs. Kroatien Die Euphorie vor dem Kräftemessen um den Finaleinzug ist beidseits riesig. Keystone

Das Head-to-Head

In bisher 7 Vergleichen setzte sich 4 Mal England durch (bei einem Remis). Ein torloses Unentschieden im April 1996 bei einem Freundschaftsspiel markierte den Ausgangspunkt dieses Duells. Seine beiden Siege feierte Kroatien in der Kampagne zur EM 2008 mit einem 2:0 und später einem 3:2 im Wembley-Stadion. Diese empfindlichen Niederlagen kosteten die «Three Lions» die Teilnahme an der Endrunde.

Bei der Retourkutsche (4:1/5:1) in der WM-Qualifikation 2008/09 schwang darum auch reichlich Frust mit. An einem Turnier begegneten sich die beiden Nationen erst einmal: 2004 in der Gruppenphase der EM in Portugal, als England nach einem 0:1-Rückstand mit 4:2 reüssierte.

Die Schlüsselfiguren

  • England: Jordan Pickford (Tor) und Harry Kane (Sturm)

Der erst 24-jährige Everton-Schlussmann zeigte bislang ein verblüffendes Turnier. Sein wertvollstes Plus: Er strahlt Sicherheit aus im Tor der Briten, was in der Vergangenheit oft nicht der Fall war. So entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass vor dem Halbfinal-Knüller gegen Kroatien ausgerechnet ein Keeper wieder ganz oben steht in der Hierarchie. Denn seine Vor-Vorgänger Paul Robinson und Scott Carson hatte eine Mitschuld getroffen, als gegen Kroatien die EM-Quali verpasst wurde. Ihre Patzer wurden auf Youtube verhöhnt.

Legende: Video Passé: Die Goalieflops gegen Kroatien abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 08.07.2018.

Captain Kane ist bekannt für seinen Torinstinkt, er führt mit 6 WM-Goals die Torschützenliste an. Sein junges Team ist aber homogen genug, so dass auch andere als der Tottenham-Angreifer zu zählbaren Abschlüssen kommen.

  • Kroatien: Danijel Subasic (Tor) und Luka Modric (Mittelfeld)

Anders als Antipode Pickford bekleidet der kroatische Schlussmann schon seit Ende der WM 2014 die Nummer 1. Subasic ist verlässlich, parierte an der Endrunde in Russland bereits 4 Elfmeter und kann dank «meinem Engel» auch auf überirdische Kräfte zurückgreifen. Er spielt damit auf seinen vor 10 Jahren verstorbenen Jugendfreund an, den er auf einem T-Shirt unter seinem Trikot abgebildet hat.

Modric ist ein 1,72 m kleines Leichtgewicht, aber im Mittelfeld seiner Farben die überragende Figur. Der Weltklasse-Spielmacher von Real Madrid lenkt die Partie und bestimmt das Tempo. Gegen Russland gab es kaum einen Angriff, der nicht über ihn lief. Für England ist Modric darum der Mann, den es zu kontrollieren gilt.

Die Kampfansagen

  • Zlatko Dalic, Trainer der Kroaten: «Natürlich ist noch Kraft da für die Engländer!»
  • Jordan Pickford blickt auf Englands letzte Halbfinal-Teilnahme im Jahr 1990 zurück: «Ich war damals noch gar nicht geboren. Deshalb ist es an der Zeit, die Geschichte neu zu schreiben!»

Die statistischen Parallelen

  • Je 4 Gegentore kassierten bislang die zwei Mannschaften in 5 Spielen.
  • Exakt 19 Schüsse aufs Tore wurden beidseits verzeichnet.
  • Auf das Konto von Kane und Modric gehen je 10 Torschüsse.

Sendehinweis

Verfolgen Sie den 2. WM-Halbfinal am Mittwoch zwischen Kroatien und England ab 19 Uhr live bei SRF zwei oder in unserer Sport App mit Stream und Ticker.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Seien wir ehrlich die Engländer hatten auch eine Riesen Gegner, gegen den einzig Valablen Gegner hatten sie keinen Stich und verloren. Erst die einfache Gruppe mit den zwei Schwächsten Team der WM Panama und Tunesien, dazu gehört noch die Saudis. Dann gegen ein geschwächtes Kolumbien weiter gekommen um dann die arg limitierten Schweden zu schlagen. Es droht wieder wie an der EM ein Land Weltmeister zu werden das sich Durchmogeln konnte ohne je wirklich gefordert worden zu sein!
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  • Kommentar von Guschti Gabathuler (guschti)
    England hat eben weit mehr Schlüsselspieler als nur Kane (und Pickford). Was Trippier schon das ganze Turnier zeigt ist brilliant, Lingard läuft ohne Ende ist immer unspielbar und manchmal auch gefährlich, Henderson deckt auch fast das ganze Feld ab und Stones/Maguire sind im Luftraum eine Macht. Wenn jetzt noch Sterling und Alli etwas besser treffen, dann wird's lustig.
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    1. Antwort von Elizabeth Müller (ElizabM)
      Sterling muss den Fluch brechen. Er hat seit 4 Jahren nicht mehr für England getroffen aber in der Meisterschaft letzte Saison 18 Tore. Nun ist es Zeit.
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Sterling ist der Seferovic der Engländer. Ein fleißiger Mann, vergisst nur allzu oft das Toreschießen, während ich bei Seferovic glaube das es mentale Ursachen hat bin ich Überzeugt das bei Sterling eine Qualitätsfrage ist, eine Qualität die nicht vorhanden ist!
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