Alex Freeman hielt nichts mehr zurück. Völlig losgelöst lief der Verteidiger der USA nach seinem Treffer auf die Eckfahne des Stadions in Seattle zu, liess sich von seinen Mitspielern feiern – und schloss damit einen Kreis. Fast 30 Jahre zuvor hatte sich sein Vater an nahezu demselben Ort ebenfalls feiern lassen, nach einem Touchdown.
Am 29. September 1996 hatte Antonio Freeman als Receiver für die Green Bay Packers gegen die Seattle Seahawks zweimal die Endzone erreicht, nun erzielte sein 21-jähriger Sohn beim umjubelten 2:0 der US-Fussballer gegen Australien den zweiten Treffer – und schoss den Co-Gastgeber damit in die K.o.-Phase der Heim-WM.
Kreis schliesst sich
«Ich glaube, für mich hat sich ein Kreis geschlossen», sagte Freeman nach dem Spiel stolz: «Für mich zeigt das einfach, wie grossartig unsere Familie ist. Er war grossartig, aber ich kann auf meine eigene Art ebenso grossartig sein.»
Das sieht auch Freemans Trainer so. Der Innenverteidiger des FC Villarreal entwickle sich «enorm», schwärmte US-Nationalcoach Mauricio Pochettino: «Er ist ein Spieler, mit dem man wirklich gerne zusammen ist – nicht nur als Trainer. Er hat das Potenzial, einer der besten Spieler der Welt auf seiner Position zu werden.»
Antonio Freeman hatte in seiner Karriere 61 Touchdowns erzielt und 1997 mit den Packers den Super Bowl gewonnen. Es sei «unglaublich», schwärmte sein Sohn, «einen erfolgreichen Vater zu haben, der mich begleiten und fördern kann, damit ich auf Momente wie diesen vorbereitet bin.»