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Beim WM-Debüt gegen England Buhrufe und ein verweigerter Handschlag: Wirbel um Ghanas Partey

Beim 0:0 von Ghana gegen England spielte Thomas Partey eine wichtige Rolle. Auch sonst stand der 33-Jährige im Fokus.

Person in gelbem Trikot auf einem Spielfeld bei einem Sportspiel.
Legende: Wurde in seinem 58. Länderspiel ausgebuht Thomas Partey. Imago/Bildbryan

Ghana überraschte am Dienstag mit einem 0:0 gegen England und steht vor dem Einzug in die K.o.-Phase. Die Westafrikaner traten ultradefensiv, aber grundsolide auf und liessen die «Three Lions» verzweifeln. Im defensiven Mittelfeld war Thomas Partey ein wichtiges Puzzleteil des massiven Abwehrverbunds.

Partey bestritt seine erste Partie an diesem Turnier. Der Profi des FC Villarreal war vor einem Jahr von der britischen Staatsanwaltschaft in London wegen mutmasslicher Vergewaltigung in fünf Fällen und eines sexuellen Übergriffs angeklagt worden. Ihm wurde daher die Einreise nach Kanada, wo Ghana seine Auftaktpartie gegen Panama bestritt, verwehrt.

In die USA zum Spiel gegen England durfte Partey hingegen regulär einreisen. Die Grenzschutzbehörde hatte erklärt, das Gerichtsverfahren gegen Partey sei den USA bekannt – zum jetzigen Zeitpunkt sei er «jedoch noch nicht wegen einer Straftat verurteilt» worden und habe daher ein Visum erhalten.

Partey bestreitet sämtliche Vorwürfe. Die mutmasslichen Straftaten sollen sich zwischen 2021 und 2022 ereignet haben. Im Februar war der 33-Jährige erneut wegen zweifacher Vergewaltigung angeklagt worden, woraufhin er erneut auf nicht schuldig plädierte.

Verweigerte ihm Spence den Handschlag?

Mit dem Remis gegen England erlebte Partey ein erfolgreiches Turnier-Debüt. Der ghanaische Nationalspieler wurde indes während der Partie in Boston von englischen Fans lautstark ausgebuht. Zudem gibt eine Szene unmittelbar vor dem Anpfiff im Nachgang zu reden.

Videos scheinen zu zeigen, wie Englands Verteidiger Djed Spence den üblichen Handschlag nach den Nationalhymnen offenbar verweigert. Die Aufnahmen lassen die Situation allerdings nicht eindeutig erkennen.

Zahlreiche Nutzer in den sozialen Netzwerken werten die vermeintliche Geste des Tottenham-Profis dennoch als Zeichen des Protests. Die weiteren England-Profis von Trainer Thomas Tuchel gaben Partey wie üblich die Hand.

Nach dem Spiel wollte Partey eine entsprechende Frage in der Interviewzone nicht beantworten und reagierte auf die Nachfrage, ob Spence ihm den Handschlag verweigert habe, nicht.

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