In Foxborough machen sich Zweifel breit. Das 18'000-Seelen-Städtchen 50 km südwestlich von Boston sollte eigentlich Austragungsort von sieben Spielen an der kommenden Fussball-WM sein: angefangen mit dem Duell zwischen Haiti gegen Schottland am 13. Juni und zum Abschluss mit einem Viertelfinal am 9. Juli.
Doch nun, knapp 100 Tage vor Turnierbeginn, stehen die Partien im Stadion des Footballteams New England Patriots auf der Kippe. Der Grund sind die Kosten für das Sicherheitskonzept von 7,8 Millionen Dollar. Denn aktuell ist unklar, woher das Geld kommen soll.
Ohne Geld keine Lizenz – und keine WM-Spiele
Eigentlich sollte Foxborough das Geld von der US-Regierung erhalten, zumal der Kongress 625 Millionen Dollar für Sicherheit und Vorbereitung in den elf amerikanischen Austragungsstädten bewilligt hat. Doch die Gelder sind bisher nicht geflossen.
Und so sieht sich die Gemeinde plötzlich damit konfrontiert, die Finanzierung aus eigener Hand zu stemmen. Für Stephanie McGowan, stellvertretende Gemeinderatsvorsitzende, kommt das nicht in Frage. «Das entspricht fast 10 Prozent unseres gesamten Jahresbudgets. Das können wir unseren Steuerzahlern nicht antun. Das wäre unverantwortlich.» Man sei deshalb nicht bereit «diese Lizenz zu erteilen», fügte sie an.
Viel Zeit bleibt nicht: Die Gemeinde hat den 17. März als Frist festgesetzt. Dann soll klar sein, wer für die 7,8 Millionen Dollar aufkommt. Ohne Zusage für das Geld gibt es keine Lizenz – und folglich keine WM-Spiele in Boston.