- Belgien und der Iran trennen sich in Los Angeles 0:0.
- Die Belgier müssen ab der 66. Minute in Unterzahl agieren.
- Damit endet in der Gruppe G auch die 3. Partie unentschieden.
Belgien tut sich an der WM in den USA weiter schwer. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Ägypten schaute auch gegen den Iran nur ein Punkt heraus. Die Belgier hatten zwar viel Ballbesitz, erspielten sich aber lange keine Topchancen. Romelu Lukaku, der zum 1. Mal seit über einem Jahr von Beginn an spielte, blieb ebenso blass wie Mittelfeld-Regisseur Kevin De Bruyne.
Weil die «Roten Teufel» ab der 66. Minute und einem Notbremse-Foul von Nathan Ngoy in Unterzahl agieren musste, können sie mit dem Remis am Ende trotzdem gut leben. Mit einem abschliessenden Erfolg gegen Neuseeland zieht Belgien gleichwohl in die nächste Runde ein.
Iran mit tollem Freistosstrick
Es war lange eine zähe Partie, welche die 70'000 Zuschauer in Los Angeles zu sehen bekamen. Erst ab etwa der 55. Minute nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Bis dahin waren zwei Foulspiele und ein aberkanntes Tor die grössten Aufreger:
- 3. Minute: Lukaku geht nach einer De-Bruyne-Hereingabe im Fünfmeterraum auf den Ball, trifft aber nur den iranischen Keeper Alireza Beiranvand. Der Stürmer kommt mit Gelb davon.
- 25. Minute: Der Iran verzückt die Fans mit einer einstudierten Freistoss-Variante. Mehdi Taremi wird neben der Mauer angespielt, nimmt den Ball an, dreht sich und schiesst das Leder in die Maschen. Doch der VAR kassiert den Treffer ein. Taremi stand knapp im Abseits.
- 47. Minute: Alireza Jahanbakhsh steht in der Nähe der Eckfahne im Kampf um den Ball dem Belgier Leandro Trossard voll auf die Wade. Schiedsrichter Dario Herrera (ARG) sieht das Vergehen nicht und auch der VAR meldet sich nicht.
Lange war es der Iran, der sich die besseren Chancen erspielte. So war der Aussenseiter in der 14. Minute und in der 53. Minute ganz nahe am 1:0. Beide Möglichkeiten machte Real-Goalie Thibaut Courtois mit Top-Paraden zunichte.
Wenige Minuten vor dem Platzverweis wäre dann um ein Haar die belgische Führung gefallen – den Fans blieb der Torschrei regelrecht im Hals stecken. Der sehr auffällige Maxim De Cuyper kam aus kürzester Distanz zum Abschluss, doch Beiranvand fuhr am Boden liegend mirakulös den Arm aus und hielt den Schuss (59.).
Belgien fast noch mit dem «Lucky Punch»
Nach der roten Karte gegen Ngoy hatte der Iran mehr vom Spiel und tauchte auch einige Male in aussichtsreicher Position vor Courtois auf. Doch gefährlicher war das Team in Unterzahl: In der 86. Minute scheiterte abermals De Cuyper an Beiranvand und in der 95. Minute strich ein Schuss des eingewechselten Dodi Lukebakio knapp am Lattenkreuz vorbei.
So blieb es beim 0:0 und beim Status Quo in der Gruppe. Die drei ersten Partien haben alle mit einem Unentschieden geendet.
So geht es weiter
Am 3. Spieltag spielen die Belgier in der Gruppe G gegen Neuseeland, während zur gleichen Zeit der Iran auf Ägypten trifft. Die Partien werden in der Nacht auf Samstag um 05:00 Uhr Schweizer Zeit angepfiffen. SRF überträgt beide Spiele live.