Mehdi Tadsch, Präsident des iranischen Fussballverbands, soll auf dem Weg zum Fifa-Kongress in Vancouver an der Einreise nach Kanada gehindert worden sein. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Laut der kanadischen Aussenministerin Anita Anand sei der Eintritt «unbeabsichtigt» verweigert worden. Neben Tadsch seien zwei weitere iranische Verbandsvertreter in Toronto abgewiesen worden.
Beim Fifa-Kongress mit 211 Mitgliedsverbänden war der Iran nicht vertreten, die Delegation galt offiziell als «abwesend». Derweil bekräftigte Präsident Gianni Infantino gleich zu Beginn seiner Rede, dass der Iran an der WM in diesem Sommer teilnehmen wird. «Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen», sagte der Walliser. «Und natürlich wird der Iran in den USA spielen.»
Delegation reist wieder ab
Laut «Iran International» wurde Tadschs Visum wegen mutmasslicher Nähe zu den iranischen Revolutionsgarden widerrufen, die in Kanada als Terrororganisation gelten. Die Delegation reiste wieder ab.