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Junge sollen eingebaut werden Kaum Rücktritte: So sieht Yakins Nati-Plan für die Zukunft aus

Nach der WM ist vor der Nations League. Mit welchem Personal geht die Nati in die Zukunft?

Zwei Fussballspieler im roten Trikot auf dem Spielfeld jubeln.
Legende: Dürften auch in Zukunft zu den tragenden Nati-Spielern gehören Johan Manzambi und Ruben Vargas. Alex Grimm/Getty Images

Im Sport bleibt keine Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Was gestern war, ist vorbei. Und auch im Nati-Lager wird der Blick nach dem unglücklichen WM-Out gegen Argentinien bereits wieder nach vorne gerichtet. Schon Ende September und Anfang Oktober stehen die ersten Partien in der Nations League B gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien auf dem Programm, im nächsten Frühling startet die Quali für die EM 2028.

Stand jetzt habe ich von keinem Spieler gehört, dass er aufhören möchte.
Autor: Murat Yakin

An der WM setzte Murat Yakin vorwiegend auf bewährte Kräfte. Gegen Bosnien-Herzegowina und Katar (jeweils 30,3 Jahre alt) war seine Startelf so alt, wie noch keine zuvor in der Schweizer Fussball-Geschichte. Und auch im Viertelfinal gegen Argentinien (30) war sie nur unwesentlich jünger. Mit Remo Freuler (34), Captain Granit Xhaka (33) und Ricardo Rodriguez (33) ist ein Trio im Spätherbst der Karriere angekommen. Dazu gesellen sich Manuel Akanji (30), Nico Elvedi, Denis Zakaria, Djibril Sow und Breel Embolo (je 29).

Wie sieht die Nati der Zukunft aus?

Yakin deutete jedoch an der Medienkonferenz am Tag nach dem WM-Out an, dass er nicht mit vielen Rücktritten rechnet: «Wir müssen das zuerst verdauen und Gespräche führen. Stand jetzt habe ich von keinem Spieler gehört, dass er aufhören möchte.» Auch er selbst habe noch viel Lust, mit diesem Team zu arbeiten.

Wir waren sehr nahe am Halbfinal dran. Ich sehe ein Team, in dem Kontinuität herrscht, das auf und neben dem Feld als Mannschaft auftritt – da muss man nicht zu viel ändern.
Autor: Pierluigi Tami Nati-Direktor

Doch auch wenn es nicht so aussieht, als käme es zu einem grösseren Umbruch wie nach der EM 2024, als mit Yann Sommer, Xherdan Shaqiri und Fabian Schär mehrere wichtige Puzzleteile wegbrachen, muss man sich die Frage stellen: Wann baut Yakin neue Kräfte ein – und wie sieht sein Team der Zukunft aus?

Die Optionen sind bereits da

Der scheidende Nati-Direktor Pierluigi Tami bremste die Forderungen nach (zu) vielen Änderungen: «Wir waren sehr nahe am Halbfinal dran. Ich sehe ein Team, in dem Kontinuität herrscht, das auf und neben dem Feld als Mannschaft auftritt – da muss man nicht zu viel ändern.»

Im WM-Kader gibt es interessante Optionen, die in den kommenden Jahren zu Leistungsträgern werden könnten. Etwa in der Abwehr Aurèle Amenda (22), der vor einem Wechsel in die Premier League zu Coventry steht, und Luca Jaquez (23), der seine Sache auf der rechten Seite gegen Kanada gut machte. Oder im Mittelfeld Ardon Jashari (23) – auch wenn der Milan-Mann an der WM keine Werbung in eigener Sache betreiben konnte.

Nations League für Experimente nutzen

Vor allem aber in der Offensive, die mit den etablierten Kräften Ruben Vargas (27) und Dan Ndoye (25) auf den Flügeln gut aufgestellt ist. Und natürlich mit Shootingstar Johan Manzambi (20), der an der WM sein Potenzial mehr als nur angedeutet hat und erst von einer Knieprellung gestoppt wurde.

Yakin plant, die Partien in der Nations League im Herbst für Experimente zu nutzen, wie er das in der Vergangenheit schon getan hat. Es brauche nämlich Zeit, «bis die Abläufe stimmen, das Zwischenmenschliche und das Fussballerische passen. Es ist wichtig, dass die Jungen nicht erst integriert werden, wenn einer aufhört.»

Tami hinterlässt schweres Erbe

Zu den Namen, die in Zukunft eine grössere Rolle übernehmen könnten gehören etwa Freiburg-Verteidiger Bruno Ogbus (20), YB-Offensivmann Alvyn Sanches (23) oder die beiden polyvalenten Defensivspieler Sascha Britschgi (19) und Zachary Athekame (21), die beide in der Serie A spielen. Dazu werden sich in den nächsten Monaten und Jahren weitere Spieler gesellen, die man jetzt noch nicht auf der Rechnung hat.

FIFA WM 2026

Livestream auf srf.ch/sport, 12.07.26, 18:30 Uhr

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