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Last-Minute-Sieg über Senegal Tielemans lässt Belgiens «Goldene Generation» noch einmal träumen

Belgien befreit sich im WM-Sechzehntelfinal aus einer aussichtslosen Lage. Nun sind die Hoffnungen der «Goldenen Generation» gross.

Und plötzlich war die Stimmung bei den «Roten Teufeln» himmlisch. Belgien schien im Sechzehntelfinal gegen den Senegal stehend k.o. zu sein. Der 0:2-Rückstand, die überraschenden Auswechslungen von Kevin De Bruyne und Jérémy Doku nach 56 Minuten. Und vor allem: das heftige Wortgefecht zwischen Youri Tielemans und Leandro Trossard Mitte der zweiten Halbzeit.

Der Schein trog, spätestens das Anschlusstor von Romelu Lukaku (86.) brachte Belgien den Glauben zurück. Tatsächlich: Matchwinner Tielemans rettete sein Team erst in die Verlängerung und setzte dort per ultraspätem Penalty den Schlusspunkt. Joker Lukaku, wegen seines Körperbaus und seiner Wucht «Big Rom» genannt, liess nach dem Husarenstück verlauten: «Wir haben Kampfgeist gezeigt, wir hatten wirklich Eier. Die braucht man für so ein Spiel.»

Finale Chance für die «Goldene Generation»

So lebt der Glaube an den durchschlagenden Erfolg bei den mitunter als «alte Herren» verspotteten Belgiern. Tielemans ist «erst» 29 Jahre alt. Doch für die seit einer gefühlten Ewigkeit zur «Goldenen Generation» erhobene Achse um De Bruyne (35), Lukaku (33), Thibaut Courtois (34) und Thomas Meunier (34) ist es wohl die letzte Chance, ihre Karrieren auf der grössten Fussballbühne zu krönen.

Und nach einem schwachen Start in den USA wächst der Glaube an ein erfolgreiches Turnier – das Nieuwsblad wähnte das Team im «siebten Himmel». Als Nächstes soll mit den USA der euphorisierte Gastgeber eliminiert werden.

«Fussball ist ein grausamer Sport» – muss Thiaw gehen?

Am anderen Ende befand sich freilich der Senegal. Nach dem Aberkennen des Afrika-Cup-Titels Anfang Jahr war es das zweite Fussballdrama innert kürzester Zeit. Nationaltrainer Pape Thiaw nahm es fatalistisch: «Ich bin extrem traurig, wie auch die Spieler. Aber das ist Fussball, ein grausamer Sport. Wir müssen das akzeptieren und weitermachen, auch wenn es hart ist.»

Akzeptieren muss Thiaw möglicherweise demnächst auch einen Wechsel auf seiner Position. Hinter den Kulissen soll es brodeln. Leistungsträger Pape Gueye verkündete aus Unzufriedenheit mit dem Trainerstab seinen vorläufigen Abschied von der Nationalmannschaft.

FIFA WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 1.7.26, 21:50 Uhr ; 

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