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Nach Boykott-Drohung Infantino setzt auf WM mit Iran: «Kein Plan B, C oder D»

Der Fifa-Präsident drängt trotz des Krieges im Nahen Osten auf eine Teilnahme Irans an der Fussball-WM in den USA.

Ein Mann im Anzug, umgeben von Fotografen.
Legende: Hat einen kniffligen Fall zu lösen Fifa-Präsident Gianni Infantino imago images/ABACAPRESS

«Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A», sagte Gianni Infantino in einem Interview des mexikanischen Fernsehsenders N+ Univision.

Angesichts des Krieges möchte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht – wie bislang geplant – in den USA austragen, sondern in Mexiko. Weiterhin ist unklar, ob die Fifa diesem Wunsch nachkommen kann und überhaupt will.

«Komplizierte Situation»

«Iran repräsentiert sein Volk – die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben», sagte Infantino und warb um eine Teilnahme des Landes. Die Fifa wolle dafür sorgen, dass der Iran «unter den bestmöglichen Bedingungen» an der WM teilnehmen könne. Zugleich räumte der 56-jährige Schweizer ein, dass man in der «realen Welt lebe» und die Situation «sehr kompliziert» sei.

Irans Verbandschef Mehdi Tadsch hatte vor anderthalb Wochen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern.

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