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Nati-Coach über sein WM-Kader Yakin: «Wir wollten auf Bewährtes setzen»

  • Der Nationaltrainer hat am Mittwoch sein finales 26-Mann-Kader für die WM begründet.
  • Die Absenz von Vincent Sierro, Joel Monteiro und Alvyn Sanches erklärt Yakin mit der grossen Konkurrenz.
  • Am Montag rückt die Nati in St. Gallen zum ersten Teil der WM-Vorbereitung ein.

Überraschungen hatte Yakin am Mittwoch keine zu verkünden. Bereits am letzten Sonntag war sein 26-köpfiges Aufgebot durchgesickert. Am Montag und Dienstag wurden dann die Namen aller WM-Fahrer portionenweise publik.

Yakin konnte also ausgiebig seine Nomination rechtfertigen. Zu den heissesten Personalien sagte er Folgendes:

  • Absenz von Vincent Sierro (Al-Shabab), Joël Monteiro und Alvyn Sanches (beide YB): «Sie waren nicht erfreut und es war auch sehr emotional. Alle drei haben auf ihrer Position viel Konkurrenz. Bei Sierro, von dem ich viel halte, habe ich mich auf die Top-5-Ligen beschränkt. Monteiro hat sich leider verletzt. Es war aber schon vorher klar, dass ich Cedric Itten mitnehme. Er hat ein ganz anderes Profil. Alvyn (Sanches, die Red.) hatte eine grosse Verletzung letztes Jahr. Er hat ein grosses Potenzial, vielleicht noch nicht, um auf diesem internationalen Niveau zu bestehen. Eine WM ist nicht dazu da, um einen Nationenwechsel zu verhindern. Wir befinden uns aber in einem engen Austausch mit ihm.»
  • Zeki Amdouni (Burnley) mit an Bord: «Ich habe ihn im Februar besucht, er befindet sich seit 2 Monaten im Training und hat 4 Teileinsätze bestritten. Medizinisch gesehen ist er fit, aber natürlich noch nicht ganz bei 100 Prozent. Doch wir kennen ihn und er kennt seine Rolle. Ich bin froh, dass er rechtzeitig fit geworden ist.»
  • Ohne Zachary Athekame (Milan) kein Back-up für Silvan Widmer (Mainz): «Silvan Widmer kennt die Position in der Viererkette aber auch als Schienenspieler. Michel Aebischer und Dan Ndoye haben das auch schon gespielt.»
  • Nimmt Noah Okafor (Leeds) seine Jokerrolle an? «Auch ihn haben wir vor Ort besucht, das war ein wichtiges Gespräch. Er war einsichtig, da hat er Grösse gezeigt. Er kann eine offensive Waffe sein für uns. Schade, dass er in den letzten Wochen immer wieder verletzt war. Ich hoffe, dass er am Montag fit ist. Er kennt seine Rolle und die hat er akzeptiert.»
  • Bereitet ihm die Formstärke von Johan Manzambi (Freiburg) Kopfschmerzen? «Nein, ganz im Gegenteil. Ich freue mich, dass er im Europa-League-Final steht und voller Selbstvertrauen zu uns einrückt. Ich habe eine Option mehr für die Startelf, das werden wir sehen. Das gilt aber nicht nur für seine Position.»
  • Generell setzt Yakin (nicht zum ersten Mal) auf Routine. 18 von 26 Spieler haben bereits WM-Erfahrung. «Wir wollten auf Bewährtes setzen, auf Spieler die in der Quali dabei waren und es verdient haben», so der 51-Jährige. Die jungen Spieler seien aber auf dem Radar, daher rühre die Grösse der Pikettliste.

Die Nati habe «etwas Grosses vor», die Erwartungen seien riesig. «Wir wollen die beste WM eines Schweizer Teams spielen», verkündete Yakin.

Das Schweizer WM-Kader

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Tor: Marvin Keller (YB), Gregor Kobel (Dortmund), Yvon Mvogo (Lorient)

Verteidigung: Manuel Akanji (Inter Mailand), Aurèle Amenda (Eintracht Frankfurt), Eray Cömert (Valencia), Nico Elvedi (Gladbach), Luca Jaquez (Stuttgart), Miro Muheim (HSV), Ricardo Rodriguez (Betis Sevilla), Silvan Widmer (Mainz)

Mittelfeld/Sturm: Michel Aebischer (Pisa), Zeki Amdouni (Burnley), Breel Embolo (Stade Rennes), Christian Fassnacht (YB), Remo Freuler (Bologna), Cedric Itten (Fortuna Düsseldorf), Ardon Jashari (AC Milan), Johan Manzambi (SC Freiburg), Dan Ndoye (Nottingham), Noah Okafor (Leeds United), Fabian Rieder (Augsburg), Djibril Sow (FC Sevilla), Ruben Vargas (FC Sevilla), Granit Xhaka (Sunderland), Denis Zakaria (Monaco)

Zusammenzug am Montag – Prämien geregelt

Am nächsten Montag trifft sich die Nati in St. Gallen zur ersten Phase der WM-Vorbereitung. Am Dienstag 2. Juni hebt der Tross dann ab in Richtung USA.

Die Spieler-Prämien seien mit dem Spielerrat bereits im Februar und März ausgehandelt worden. «Damit wir nicht nächste Woche die Prämiendiskussion haben, ist alles geregelt», sagte Yakin lächelnd.

Livestream srf.ch/sport, 20.05.2026 ; 

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