8 Platzverweise hat es bei der WM bisher gegeben – und damit nach 40 von 104 Spielen bereits doppelt so viele wie insgesamt bei dem vergangenen Turnier in Katar. Der Rekord liegt aber noch in weiter Ferne.
Belgiens Nathan Ngoy war nach seiner Notbremse beim 0:0 gegen den Iran am späten Sonntagabend der achte Spieler, der des Feldes verwiesen wurde. Kurios: Alle bisherigen Platzverweise waren rote Karten, Gelb-Rot fehlt noch in den Statistiken.
Rot-Flut vor 20 Jahren
Nachdem im Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika gleich drei Akteure in einem Match frühzeitig in die Kabine mussten, schlug auch eine neue Regel zu. Paraguays Miguel Almiron hielt sich bei einer Auseinandersetzung mit Mert Müldür aus der Türkei den Mund zu – und war damit der erste Spieler, der bei der Endrunde für ein solches Vergehen bestraft wurde.
Der Rekord liegt bei 28 Platzverweisen, aufgestellt 2006 in Deutschland. Allein bei der «Schlacht von Nürnberg» zwischen Portugal und den Niederlanden gab es viermal Gelb-Rot. Nur 9 waren allerdings direkte Rote Karten.
Seither nahm die Rot-Flut ab. In Südafrika 2010 gab es 17 Platzverweise, 2014 in Brasilien 10, in Russland 2018 wie in Katar 2022 nur 4. Seit der Endrunde 1998 in Frankreich, als es mit 22 immerhin die zweitmeisten Platzverweise gab, wurden im alten Modus allerdings auch «nur» 64 Spiele ausgetragen.