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Vor Duell Schweiz – Bosnien Yakin: «Werden ihre Fans schon verstummen lassen»

Während der Nati-Coach und Remo Freuler an der Medienkonferenz Red und Antwort stehen, wird Inglewood von bosnischen Fans überflutet.

Am Mittwochabend dominiert in Inglewood Blau-Gelb. Wer am Abend vor dem zweiten Spiel der Nati an der Fussball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko im Vorort von Los Angeles, wo das SoFi Stadium steht, auf den Strassen herumläuft, sieht fast nur bosnische Fans. Wegen der grossen Diaspora in den USA dürften die Anhänger der Nati am Donnerstagmittag, wenn das Spiel angepfiffen wird, klar in der Unterzahl sein.

Vorfreude auf tolle Stimmung

Davon lassen sich Murat Yakin und Remo Freuler an der Medienkonferenz im Bauch des imposanten 5,5-Milliarden-Juwels nicht aus der Reserve locken. Der Mittelfeldspieler gibt gar eine Zeile des bosnischen WM-Hits «I am from Bosnia – Take me to America» zum Besten und lobt den Gegner: «Es ist schön zu sehen, dass der Fussball solche Momente kreiert. Ihre bosnischen Fans werden vielleicht auf den Rängen lauter sein. Aber auf dem Platz zählt die Spielweise – und da wollen wir gewinnen.»

Ins selbe Horn stösst auch Nati-Coach Yakin: «Es soll ja eine gute Stimmung herrschen, wie sich das für eine WM gehört! Aber wir sind erfahren und können damit umgehen. Wenn wir den Ball zirkulieren lassen und unser Spiel machen, werden wir ihre Fans schon verstummen lassen», hofft er.

Schweizer Taktik offen

Wie üblich lässt sich Yakin am Tag vor dem Spiel taktisch noch nicht in die Karten blicken. Auf allfällige Wechsel im Vergleich zum WM-Auftakt angesprochen, bleibt er vage. Man habe am Mittwoch im Abschlusstraining noch einmal «2, 3 Sachen ausprobiert. Denn ich erwarte eine ganz andere Partie als gegen Katar.» Auch die Spieler wüssten noch nicht, wer auflaufen werde. «Das werden sie am Spieltag erfahren.»

Wichtig sind Yakin ohnehin auch andere, ganz grundsätzliche Dinge: Laufbereitschaft und Cleverness, Tugenden, die ihm gegen Katar gefehlt haben. Zudem hatten die Gegentore zuletzt häufig dasselbe Muster, das müsse man besser machen. «Und wenn man nicht hoch führt, muss man auch mal dreckig spielen und den Ball halten.»

Achtung auf die bosnischen Standards!

Aufpassen müsse man neben dem schnellen Vertikalspiel mit langen Bällen besonders auf die Standards von Bosnien-Herzegowina. Das Team von Sergej Barbarez mit viel Bundesliga-Power und einiger Schweiz-Connection besticht durch grosse, robuste Spieler und eine gute Mentalität. Wichtig werde es deshalb sein, stehende Bälle so gut es geht zu vermeiden. «Das bedingt hohes, cleveres Verteidigen», mahnt Yakin.

Den Druck, im zweiten Spiel punkten zu müssen, lassen sich weder der Nati-Coach noch Freuler anmerken. Das Schlagwort heisst vielmehr «Fokus». Wenn man sich auf die eigenen Stärken besinne, werde man gewinnen, lautet die Hauptmessage. Erfüllt sich diese Prophezeiung, werden in Inglewood nach dem Spiel rot-weiss gekleidete Fans auf den Strassen feiern.

SRF zwei, Nati-Magazin, 17.06.2026, 21:20 Uhr

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