Die Kräfteverhältnisse
Bei den letzten drei WM-Starts (2010, 2014, 2022) konnten die USA jeweils die K.o.-Phase erreichen. Dies dürfte auch heuer das Minimalziel des Co-Gastgebers sein. Eines, das in der nicht hochkarätig besetzten Gruppe D mehr als machbar erscheint. Vor vier Jahren schieden die «US Boys» im Achtelfinal gegen die Niederlande aus. Heuer soll es unter Mauricio Pochettino erstmals seit 2002 wieder für den Viertelfinal reichen.
Ganz so ambitioniert dürften die Ziele der Türkei nicht sein. Das Team von Trainer Vincenzo Montella qualifizierte sich dank einem Sieg im Kosovo erstmals seit 2002 wieder für eine WM-Endrunde. Die Türkei sticht besonders durch ihre talentierte Offensive mit Arda Güler, Hakan Calhanoglu und Kenan Yildiz hervor.
Die Aussenseiter in der Gruppe D sind Paraguay und Australien. Die Südamerikaner haben sich nach 16 Jahren wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Dies schafften sie durch ihr solides Defensivkonstrukt. Wenn Paraguay spielt, fallen nämlich nur selten viele Tore. 14:10 lautete das Torverhältnis nach 18 Quali-Partien. In 13 dieser Spiele fiel höchstens ein Tor. Im Gegensatz zu Paraguay ist Australien seit 2006 Stammgast an WM-Endrunden. Die «Socceroos» sind noch nie über den Achtelfinal hinausgekommen.
Die Partien
- Samstag, 13.6. – 03:00 Uhr USA – Paraguay (Los Angeles)
- Sonntag, 14.6. – 06:00 Uhr Australien – Türkei (Vancouver)
- Freitag, 19.6. – 21:00 Uhr USA – Australien (Seattle)
- Samstag, 20.6. – 05:00 Uhr Türkei – Paraguay (San Francisco Bay Area)
- Freitag, 26.6. – 00:00 Uhr Paraguay – Australien (San Francisco Bay Area)
- Freitag, 26.6. – 00:00 Uhr Türkei – USA (Los Angeles)
Spieler im Fokus
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Bild 1 von 8. Christian Pulisic (27/USA/Milan). Der 27-Jährige ist so etwas wie das Aushängeschild der «US Boys». Doch ausgerechnet vor der Heim-WM befindet sich Pulisic in einem Formtief. In diesem Kalenderjahr skorte er für Milan erst einmal – ein Assist Mitte März. Pulisic hat bei den «Rossoneri» dadurch auch seinen Stammplatz verloren. Bildquelle: Imago/Icon Sportswire.
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Bild 2 von 8. Chris Richards (26/USA/Crystal Palace). Richards ist der Abwehrchef der US-Amerikaner. Der Innenverteidiger ist in der Premier League bei Crystal Palace gesetzt. Bildquelle: Imago/Icon Sportswire.
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Bild 3 von 8. Arda Güler (21/Türkei/Real Madrid). Güler hat als 21-Jähriger bereits 28 Länderspiele auf dem Buckel. Der Offensivspieler von Real Madrid verbuchte in LaLiga und Champions League in dieser Saison 19 Skorerpunkte. Bildquelle: Imago/Anadolu Agency.
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Bild 4 von 8. Hakan Calhanoglu (32/Türkei/Inter Mailand). Calhanoglu ist der Denker und Lenker im türkischen Spiel. Mit Inter Mailand wurde der 32-Jährige in dieser Saison zum 2. Mal italienischer Meister und zum 3. Mal Pokalsieger. Wie Güler skorte er in Liga, Pokal und CL 19 Mal – in 30 Einsätzen. Bildquelle: Imago/Alex Nicodim.
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Bild 5 von 8. Antonio Sanabria (30/Paraguay/Cremonese). Der Stürmer war für drei der 14 Tore in der WM-Qualifikation zuständig. Sanabria hat als 30-Jähriger schon fast 13 Jahre Erfahrung in der Nationalmannschaft. 2013 avancierte er im Alter von 17 Jahren zum jüngsten Debütanten in der Geschichte Paraguays. Bildquelle: Imago/Sebastian Frej.
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Bild 6 von 8. Omar Alderete (29/Paraguay/Sunderland). Die starke Defensive Paraguays wird unter anderem von Alderete getragen. Der 29-Jährige ist in der Premier League Teamkollege von Granit Xhaka bei Sunderland und in der Innenverteidigung Stammspieler. Alderete spielte einst auch in der Super League: In der Saison 2019/20 war er beim FC Basel aktiv. Bildquelle: Imago/justpictures.ch.
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Bild 7 von 8. Jackson Irvine (33/Australien/St. Pauli). Als Captain von St. Pauli und immer wieder auch Australiens ist Irvine eine Leaderfigur. Der Mittelfeldspieler geht auf dem Platz jeweils mit gutem Beispiel voran und ist vor allem läuferisch stark. Bildquelle: Imago/Xinhua.
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Bild 8 von 8. Nestory Irankunda (20/Australien/Watford). Der 20-Jährige ist Australiens Nachwuchstalent im Angriff. In bisher 13 Länderspielen erzielte Irankunda fünf Tore. Der Australier hat eine Vergangenheit in der Schweiz. In der Rückrunde der Saison 24/25 spielte Irankunda 21 Mal für die Grasshoppers. Dabei traf er einmal und lieferte drei Assists. Bildquelle: Imago/AAP.
Die Fortsetzung
Der Gruppensieger trifft im Sechzehntelfinal auf den Dritten der Gruppe B, E, F, I oder J. Der Zweitplatzierte der Gruppe D bekommt es mit dem Zweiten der Gruppe G zu tun. Kommt aus der Gruppe D der Drittplatzierte weiter, trifft er auf den Sieger der Gruppe E, I oder K.