Die Kräfteverhältnisse
Angeführt wird die Gruppe F von den Niederlanden, die sich zum 2. Mal in Folge für eine WM qualifiziert haben. In den letzten 20 Jahren war «Oranje» einzig bei der WM 2018 in Russland nicht dabei (u. a. scheiterte man damals in der Quali an Schweden). Wenn die Niederländer aber dabei sind, dann ist mit ihnen zu rechnen. Noch nie blieb der Vizeweltmeister von 1974, 1978 und 2010 in einer WM-Gruppenphase hängen.
In der WM-Qualifikation stellte die «Elftal» mit 27 Toren in 8 Spielen die drittbeste Offensive (nach Norwegen und Belgien). Torgefährlichster Akteur im Angriff war Routinier Memphis Depay mit 8 Treffern.
Während Rang 1 für die Niederlande reserviert sein dürfte, werden sich die übrigen Teams – Schweden, Japan und Tunesien – wohl um die restlichen Plätze streiten. Die besten Karten, sich direkt für die K.o.-Phase zu qualifizieren, könnte Japan haben. Der 8-fache WM-Teilnehmer (8 Mal in Serie!) hat sich als erste Nation auf sportlichem Weg für die WM 2026 qualifiziert. Schon 4 Mal überstanden die Japaner die Gruppenphase, zuletzt 2 Mal in Folge. Mehr als die Achtelfinals schaute bislang aber nicht heraus.
Schweden enttäuschte in der WM-Qualifikation (u. a. gegen die Schweiz) mit dem letzten Platz. Auch der Trainerwechsel zum Engländer Graham Potter konnte daran nichts ändern. Nur weil die Skandinavier in der Nations League Gruppensieger in der Liga C wurden, konnten sie sich via Playoffs für die WM qualifizieren. Die grössten Hoffnungen Schwedens ruhen auf den Stürmerstars Viktor Gyökeres und Alexander Isak.
Tunesien hingegen absolvierte die WM-Qualifikation souverän (9 Siege, 1 Remis und dabei kein Gegentor!) und realisierte damit die 3. WM-Teilnahme in Serie. Bei den bisherigen 6 WM-Abenteuern gelang es den Nordafrikanern nie, in die K.o.-Phase vorzustossen. Schon bei der WM 2002 traf Tunesien auf den damaligen Co-Gastgeber Japan (0:2).
Die Partien
- Sonntag, 14.6. – 22:00 Uhr: Niederlande – Japan (Arlington)
- Montag, 15.6. – 04:00 Uhr: Schweden – Tunesien (Guadalupe)
- Samstag, 20.6. – 19:00 Uhr: Niederlande – Schweden (Houston)
- Sonntag, 21.6. – 06:00 Uhr: Tunesien – Japan (Guadalupe)
- Freitag, 26.6. – 01:00 Uhr: Japan – Schweden (Arlington)
- Freitag, 26.6. – 01:00 Uhr: Tunesien – Niederlande (Kansas City)
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Bild 1 von 8. Memphis Depay (32/Niederlande/Corinthians). Vorgestellt: Der neue Rekordtorschütze der Niederlande. 8 Tore trug der beim brasilianischen Traditionsklub Corinthians spielende Depay zur WM-Qualifikation bei. Mit seinem 51. Länderspieltor beim 3:2 in Litauen löste er Robin van Persie als besten «Oranje»-Goalgetter ab. Die letzten Partien in Brasilien verpasste er verletzungsbedingt. Bildquelle: Rene Nijhuis/MB Media/Getty Images.
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Bild 2 von 8. Virgil van Dijk (34/Niederlande/Liverpool). Das niederländische Team ist gespickt mit zahlreichen Premier-League-Stars. Einer davon ist Liverpool-Captain van Dijk, der auch bei «Oranje» die Kapitänsbinde trägt. Für den torgefährlichen Innenverteidiger, der im Winter 2018 der teuerste Abwehrspieler der Welt war, dürfte es die letzte WM der Karriere sein. Bildquelle: Imago/Goal Sports Images.
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Bild 3 von 8. Yuto Nagatomo (39/Japan/FC Tokyo). 39 Jahre alt und noch gar nicht müde. Linksverteidiger Nagatomo wird in den USA, Kanada und Mexiko seine bereits 5. WM bestreiten. Seit September 2021 spielt der langjährige Inter-Akteur wieder in seiner Heimat. Japans Rekordspieler ist Nagatomo übrigens noch nicht: Yasuhito Endo (152 Länderspiele) hat 8 Partien mehr auf dem Buckel. Bildquelle: Imago/ZUMA Press Wire.
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Bild 4 von 8. Ayumu Seko (25/Japan/Le Havre). Über die Grasshoppers in die Ligue 1 – und an die erste WM. Diesen Weg hat Defensivspezialist Seko hinter sich. Im Januar 2022 wechselte der 25-Jährige aus seiner Heimat zum Schweizer Rekordmeister, ehe er im Sommer 2025 seine Zelte in Zürich abbrach und nach Frankreich ging. Dort gelang ihm mit Le Havre als Stammspieler der Klassenerhalt. Bildquelle: Marc Atkins/Getty Images.
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Bild 5 von 8. Viktor Gyökeres (27/Schweden/Arsenal). Auch weil sein kongenialer Sturmpartner Alexander Isak zuletzt immer wieder verletzt war, ruhen die Hoffnungen einer ganzen Nation quasi auf den Schultern des Arsenal-Torjägers. Der grossgewachsene und kräftige Mittelstürmer weist eine vorzügliche Bilanz im Nationalteam auf: 32 Spiele, 19 Tore. In seiner 1. Premier-League-Saison traf er 14 Mal. Bildquelle: Sebastian Frej/Getty Images.
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Bild 6 von 8. Daniel Svensson (24/Schweden/Dortmund). Mit Flanken gefüttert werden soll Hoffnungsträger Gyökeres sicher von BVB-Aussenverteidiger Svensson. Wobei: Der 24-Jährige ist mehr offensiv ausgerichteter Schienenspieler als Verteidiger. Svensson war in einer starken Dortmunder Saison Stammspieler und auch in Schwedens WM-Qualifikation gesetzt. Bildquelle: Imago/Buzzi.
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Bild 7 von 8. Hadj Mahmoud (26/Tunesien/Lugano). Mit 3 Spielern aus der Super League ist der tunesische WM-Kader gespickt. Die tiefsten Spuren von ihnen – Yan Valery (YB) und Dylan Bronn (Servette) zählen noch dazu – hat Luganos Mittelfeldpuncher Mahmoud hinterlassen. 151 Spiele bestritt er für die «Bianconeri», feierte mit ihnen 2022 den Cupsieg. Ende Saison verlässt er das Tessin. Bildquelle: Vaughn Ridley/Getty Images.
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Bild 8 von 8. Ismaël Gharbi (22/Tunesien/Augsburg). In der Spielzeit 2023/24 verzauberte er als technisch beschlagener Spielmacher von Stade-Lausanne-Ouchy die Super League. Gharbi war damals als Leihspieler von PSG im Kanton Waadt aktiv. Mittlerweile kickt der in Paris geborene Tunesien-Spanier an der Seite von Cédric Zesiger und Fabian Rieder beim FC Augsburg. Bildquelle: Vaughn Ridley/Getty Images.
Die Fortsetzung
Der Gruppensieger trifft im Sechzehntelfinal auf den Zweitplatzierten der Gruppe C. Der Zweitplatzierte bekommt es mit dem Sieger der Gruppe C zu tun. Kommt aus der Gruppe F der Drittplatzierte weiter, trifft er auf den Sieger der Gruppe A, B, D, E oder I.