Die Kräfteverhältnisse
Die oft zitierte «goldene Generation» von Belgien ist am abklingen. Toby Alderweireld, Jan Vertonghen, Eden Hazard und Dries Mertens – alle bei der WM 2022 noch dabei – haben ihre Karrieren mittlerweile beendet. Übrig geblieben sind noch Thibaut Courtois, Axel Witsel, Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku. Sie wollen das blamable Abschneiden in Katar, als erstmals seit 1998 bereits in der Vorrunde Schluss war, vergessen machen.
Dass der verletzungsanfällige Starstürmer Lukaku bei seiner persönlich 4. WM dabei ist, ist ein kleines Wunder. Für Napoli, wo er mit seinem guten Freund De Bruyne zusammenspielt, stand er in dieser Saison nur 64 (!) Minuten auf dem Platz. Trainer Rudi Garcia wollte aber nicht auf die Dienste des 33-Jährigen verzichten: «Er ist der beste Torjäger des Landes (89 Tore für Belgien, Anm. d. Red.). Ohne ihn geht es nicht.»
Hinter Belgien werden sich aller Voraussicht nach Ägypten und der Iran positionieren. Die «Pharaonen», bei welchen Liverpool-Star Mohamed Salah fast alles überstrahlt, sind erst zum 4. Mal an einer WM-Endrunde dabei und erstmals seit 2018, als in Russland schon nach der Gruppenphase Schluss war. Mit 8 Siegen aus 10 Spielen und ohne Niederlage qualifizierten sich die Ägypter souverän für die WM 2026.
Vielmehr politisch denn sportlich gab es rund um das iranische Nationalteam Schlagzeilen. Mit Beginn des Irankriegs Ende Februar wurde das Weltgeschehen auf den Kopf gestellt – auch mit Auswirkungen auf den Sport. Ausgerechnet in den USA sollen die Iraner nämlich ihre WM-Gruppenspiele bestreiten. Sogar die Teilnahme Irans an der WM 2026 wurde infrage gestellt.
Der wohl grosse Aussenseiter Neuseeland erlebt erst zum 3. Mal ein WM-Abenteuer. Zuletzt 2010 in Südafrika blieben die «All Whites» in den 3 Gruppenspielen ungeschlagen und klassierten sich noch vor Weltmeister Italien auf Rang 3. Die 3 Remis reichten jedoch nicht für die K.o.-Phase.
Die Partien
- Montag, 15.6. – 21:00 Uhr: Belgien – Ägypten (Seattle)
- Dienstag, 16.6. – 03:00 Uhr: Iran – Neuseeland (Los Angeles)
- Sonntag, 21.6. – 21:00 Uhr: Belgien – Iran (Los Angeles)
- Montag, 22.6. – 03:00 Uhr: Neuseeland – Ägypten (Vancouver)
- Samstag, 27.6. – 05:00 Uhr: Ägypten – Iran (Seattle)
- Samstag, 27.6. – 05:00 Uhr: Neuseeland – Belgien (Vancouver)
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Bild 1 von 8. Thibaut Courtois (34/Belgien/Real Madrid). Als einziger Spieler der «goldenen Generation» scheint der Starkeeper von Real Madrid noch immer topfit und auf der Höhe seines Schaffens zu sein. Courtois ist bei den kriselnden «Königlichen» nach wie vor unangefochten und der ruhige Fels in der Brandung. Der 2-m-Mann kann noch immer Spiele entscheiden. Bildquelle: James Gill-Danehouse/Getty Images.
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Bild 2 von 8. Kevin De Bruyne (34/Belgien/Napoli). Wenn der routinierte Taktgeber fit ist, dann ist er noch immer einer der weltbesten Mittelfeldspieler. Nach 10 Jahren Manchester City wechselte De Bruyne im Sommer 2025 in die Serie A zu Napoli und seinem Kumpel Romelu Lukaku. Aber ähnlich wie der Sturmtank, fiel auch De Bruyne oft wegen Verletzungen aus. Bildquelle: Daniel Bartel/Getty Images.
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Bild 3 von 8. Mohamed Salah (33/Ägypten/Liverpool). Der ehemalige Basel-Stürmer ist die Galionsfigur der «Pharaonen», die er als Captain auf den Rasen führt. Für Salah ist es nach 2018 die 2. WM – damals in Russland war er für beide Turniertore seines Teams verantwortlich. Im Sommer 2026 wagt er nach 9 Jahren bei Liverpool ein neues Abenteuer. Bildquelle: ANP/Getty Images.
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Bild 4 von 8. Omar Marmoush (27/Ägypten/Manchester City). Salahs legitimer Nachfolger ist der zweite grosse Name im Kader Ägyptens. Marmoush schaffte seinen Durchbruch bei Eintracht Frankfurt in der Bundesliga. Im Januar 2025 wechselte der variabel einsetzbare Offensivakteur für fast 70 Millionen Franken zu Manchester City. Dort ist ihm der endgültige Durchbruch noch nicht gelungen. Bildquelle: Alex Caparros/Getty Images.
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Bild 5 von 8. Mehdi Taremi (33/Iran/Olympiakos Piräus). Was Mohamed Salah für Ägypten ist, ist Taremi für den Iran. Der 33-Jährige ist Leaderfigur, Captain und offensiver Hoffnungsträger. 10 Tore steuerte Taremi, der nach vielen erfolgreichen Jahren bei Porto und einem kurzen Intermezzo bei Inter nun in Griechenland spielt, in der WM-Qualifikation bei. Bildquelle: Fatemeh Bahrami/Anadolu/Getty Images.
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Bild 6 von 8. Alireza Beiranvand (33/Iran/Tractor). Während Mehdi Taremi für das Toreschiessen zuständig ist, soll Beiranvand möglichst viele Gegentore verhindern. Der in der iranischen Liga engagierte Goalie nimmt nach 2018 und 2022 zum 3. Mal an einer WM teil und kann auf 5 WM-Einsätze zurückblicken. Highlight: 2018 wehrte er einen Elfmeter von Portugal-Star Cristiano Ronaldo ab. Bildquelle: Masashi Hara/Getty Images.
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Bild 7 von 8. Chris Wood (34/Neuseeland/Nottingham). Der grossgewachsene Mittelstürmer ist mit Abstand der grösste Star bei den Neuseeländern. Neben Wood war einzig noch Verteidiger Tommy Smith bereits bei der WM 2010 dabei. Wood ist Captain, Rekordspieler (88 Partien) und Rekordtorschütze (45 Treffer). Bei Nottingham, wo er mit Dan Ndoye zusammenspielt, ist er mehrheitlich Joker. Bildquelle: Mark Nolan/Getty Images.
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Bild 8 von 8. Alex Rufer (29/Neuseeland/Wellington). Der in Genf geborene neuseeländisch-schweizerische Doppelbürger ist der Neffe von Neuseelands Sturmlegende Wynton Rufer. Dieser spielte in der Schweiz für den FC Zürich, Aarau und die Grasshoppers – mit letzteren wurde er 1989 Cupsieger. Alex Rufer hingegen hat nie in der Schweiz gespielt und ist Captain bei Wellington in Australien. Bildquelle: Darrian Traynor/Getty Images.
Die Fortsetzung
Der Gruppensieger trifft im Sechzehntelfinal auf ein drittplatziertes Team der Gruppen A, E, H, I oder J. Der Zweitplatzierte bekommt es mit dem Zweitplatzierten der Gruppe D zu tun. Kommt aus der Gruppe G der Drittplatzierte weiter, trifft er auf den Sieger der Gruppe B (mit der Schweizer Nati) oder I.