Die Kräfteverhältnisse
Der WM-Titel dürfte über den amtierenden Europameister Spanien führen. Das Team des seit Januar 2023 amtierenden Luis de la Fuente ist gespickt mit etlichen Weltstars, strotzt nur so vor Spielfreude und wirkt extrem gefestigt. Seit dem 4. EM-Titel im Juli 2024 hat «La Roja» nur gerade ein Spiel verloren: den Nations-League-Final gegen Portugal nach Penaltyschiessen vor rund einem Jahr.
Ein Blick auf vergangene Weltmeisterschaften zeigt jedoch, dass die Spanier in der Bringschuld stehen. Für die Weltmeister von 2010 war zuletzt 2 Mal in Folge – 2018 gegen Gastgeber Russland und 2022 in Katar gegen Marokko – bereits im Achtelfinal Schluss, 2014 in Brasilien war Spanien sogar schon in der Vorrunde gescheitert.
Uruguay ist zum 5. Mal in Serie an einer WM-Endrunde dabei. In der südamerikanischen WM-Qualifikation klassierte sich «La Celeste» hinter Argentinien, Ecuador und Kolumbien auf dem 4. Rang und fand sich damit noch einen Platz vor Brasilien. Den Rekordweltmeister sowie auch den amtierenden Weltmeister Argentinien konnte das Team um Real-Madrid-Star Federico Valverde jeweils sogar mit 2:0 besiegen.
Um den 3. Platz in der Gruppe werden sich höchstwahrscheinlich die Aussenseiter Saudi-Arabien und Kap Verde streiten. Während die Saudis aber schon zum 7. Mal bei einer WM vertreten sind, findet sich der afrikanische Inselstaat erstmals auf der grossen Bühne.
Nur einmal – 1994 in den USA (ein gutes Omen?) – überstand Saudi-Arabien die Gruppenphase. Zuletzt vor 4 Jahren in Katar schieden die «Grünen Falken» trotz eines Startsiegs gegen den späteren Weltmeister Argentinien nach der Vorrunde aus. Die Kap Verdier liessen in der WM-Qualifikation Kamerun hinter sich und schafften im 7. Anlauf erstmals die Qualifikation für eine WM.
Die Partien
- Montag, 15.6. – 18:00 Uhr: Spanien – Kap Verde (Atlanta)
- Dienstag, 16.6. – 00:00 Uhr: Saudi-Arabien – Uruguay (Miami)
- Sonntag, 21.6. – 18:00 Uhr: Spanien – Saudi-Arabien (Atlanta)
- Montag, 22.6. – 00:00 Uhr: Uruguay – Kap Verde (Miami)
- Samstag, 27.6. – 02:00 Uhr: Kap Verde – Saudi-Arabien (Houston)
- Samstag, 27.6. – 02:00 Uhr: Uruguay – Spanien (Zapopan)
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Bild 1 von 8. Lamine Yamal (18/Spanien/Barcelona). Der noch immer erst 18-jährige Tempodribbler steht sinnbildlich für den Aufschwung Spaniens in den letzten Jahren, der im EM-Titel 2024 gipfelte – und bei der WM 2026 weitergehen soll. Yamal wurde mit Barça Meister und skorte in der LaLiga und in der Champions League wie am Laufmeter. Für Yamal ist es – wenig überraschend – die WM-Premiere. Bildquelle: Imago/NurPhoto.
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Bild 2 von 8. Unai Simon (28/Spanien/Bilbao). Wie auf fast jeder Position haben die Spanier auch bei den Torhütern ein Luxusproblem. Mit David Raya (Arsenal) und Joan Garcia (Barcelona) stünden 2 Meistergoalies zur Verfügung. Schon länger zwischen den Pfosten gesetzt ist jedoch Simon, Torhüter von Athletic Bilbao. Der 28-Jährige war in der WM-Qualifikation sogar Captain von «La Roja». Bildquelle: Imago/NurPhoto.
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Bild 3 von 8. Federico Valverde (27/Uruguay/Real Madrid). Den grössten Star von Uruguay muss man nicht lange suchen. Es ist natürlich Real Madrids Mittelfeldregisseur Valverde. Bei den Madrilenen steigerte sich der Box-to-Box-Spieler vom Toptalent zum Leistungsträger. In der Champions League erzielte er 3 Tore in 13 Spielen – alle beim 3:0 im Achtelfinal-Hinspiel gegen Manchester City. Bildquelle: Visionhaus/Getty Images.
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Bild 4 von 8. Darwin Nunez (26/Uruguay/Al-Hilal). Die Karriere von Uruguays Top-Torschützen in der WM-Quali (5 Treffer) ging zuletzt arg bergab. Im August 2025 wechselte Nunez für fast 50 Millionen Franken von Liverpool nach Saudi-Arabien. Dort skorte er in 16 Ligaspielen zwar 10 Mal (6 Tore/4 Vorlagen). Nach Al-Hilals Verpflichtung von Karim Benzema wurde Nunez aber aus dem Kader gestrichen. Bildquelle: Imago/APL.
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Bild 5 von 8. Salem Al-Dawsari (34/Saudi-Arabien/Al-Hilal). Darwin Nunez' Teamkollege beim saudischen Topklub Al-Hilal ist Saudi-Arabiens grosser Hoffnungsträger. Bei der WM 2022 war er mit seinem wunderbaren 2:1-Siegtreffer gegen den späteren Weltmeister Argentinien die prägende Figur. Der flexibel einsetzbare Offensivspieler bestritt schon über 100 Länderspiele. Bildquelle: Mohamed Farag/FIFA/Getty Images.
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Bild 6 von 8. Saud Abdulhamid (26/Saudi-Arabien/Lens). Der pfeilschnelle Aussenverteidiger ist einer von nur ganz wenigen Legionären im Kader der «Grünen Falken». Abdulhamid, der bei der letzten WM noch nicht dabei war, ist Stammspieler beim französischen Vizemeister Lens. Der 26-Jährige spielte auch schon bei der AS Roma und besticht mit seinem ausgeprägten Offensivdrang. Bildquelle: Zhizhao Wu/Getty Images.
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Bild 7 von 8. Ryan Mendes (36/Kap Verde/Igdir). Der routinierte Offensivspieler ist DIE Figur des kapverdischen Fussballs. Mendes ist nicht nur Captain und Leistungsträger, sondern auch Rekordspieler und Rekordtorschütze seines Landes. Er stand einst bei Lille und Nottingham unter Vertrag, mittlerweile ist er in der zweithöchsten türkischen Liga tätig. Bildquelle: Imago/ZUMA Press Wire.
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Bild 8 von 8. Logan Costa (25/Kap Verde/Villarreal). Der grossgewachsene Innenverteidiger hat den mit Abstand höchsten Marktwert im Kader der «Crioulos». Etwa 16 Millionen Franken zahlte Villarreal im August 2024 an Toulouse für Costa. Dieser stand in der Saison 2025/26 aufgrund eines Kreuzbandrisses nur gerade 13 Minuten auf dem Rasen. Für die WM sollte der Abwehrchef fit sein. Bildquelle: Visionhaus/Getty Images.
Die Fortsetzung
Der Gruppensieger trifft im Sechzehntelfinal auf den Zweitplatzierten der Gruppe J. Der Zweitplatzierte bekommt es mit dem Sieger der Gruppe J zu tun. Kommt aus der Gruppe H der Drittplatzierte weiter, trifft er auf den Sieger der Gruppe A, G, I oder L.