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Rekordkulisse für Frauen-Clasico (Radio SRF 1, Morgengespräch, 30.3.2022, 06:20 Uhr)
Aus Fussball vom 30.03.2022.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 42 Sekunden.
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Kein Vergleich zur Schweiz Der Frauen-Fussball zieht in Spanien die Massen an

Im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Barcelona und Real Madrid wird eine Rekordkulisse erwartet. Davon träumt man in der Schweiz.

«Wir schreiben Geschichte im Frauenfussball», ist sich Barcelona-Spielerin Mapi Leon sicher. Im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League der Frauen empfängt Barça am Mittwochabend Real Madrid. Das Hinspiel gewannen die Katalaninnen, bei denen auch die Schweizerin Ana-Maria Crnogorcevic unter Vertrag steht, mit 3:1.

An die 85'000 Zuschauer erwartet

Und dabei dürfte der bisherige Zuschauer-Weltrekord für ein Frauen-Spiel auf Klubebene fallen. Die bisherige Bestmarke wurde 2019 aufgestellt, als 60'739 Fans die Partie zwischen Barcelona und Atletico Madrid im Stadion verfolgten.

Ana-Maria Crnogorcevic.
Legende: Mittendrin, wenn Geschichte geschrieben wird Ana-Maria Crnogorcevic. imago images/Zuma Wire

Das legendäre Camp Nou fasst 99'000 Zuschauer, erwartet werden am Mittwochabend gegen 85'000 Zuschauer. Barcelona hat für den Clasico Tickets in der ganzen Welt verkauft, Fans kommen sogar aus Chile oder Venezuela eingeflogen.

Einen Rekord wird es auch in der Frauen-EM im Juli geben: Für die Endrunde in England sind rund 100 Tage vor Turnierstart bereits mehr als die Hälfte der 700'000 Tickets vergeben. «Dieser Sommer wird ein Paradigmenwechsel für den europäischen Frauenfussball», sagte deshalb die Uefa-Frauenfussball-Chefin Nadine Kessler angesichts der grossen Resonanz.

Wenige hundert Zuschauer in der Schweiz

Von einem derartigen Interesse können die Fussballerinnen in der Schweiz nur träumen. In der Women’s Super League sind jeweils durchschnittlich zwischen 200 und 300 Fans im Stadion.

Ausreisser nach oben gibt es aber: Das Champions-League-Gruppenspiel von Servette Chênois gegen Chelsea verfolgten im November 2011 knapp 13'000 Zuschauer, was in der Schweiz Rekord bedeutete – 5000 der Tickets wurden jedoch gratis an Schulen verteilt.

Woran es im Schweizer Frauen-Klubfussball fehlt und wie die Situation in anderen Ländern ist, erfahren Sie in obenstehendem Audio-Beitrag.

Radio SRF 1, Morgengespräch, 30.3.2022, 06:20 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Nogler  (semi-arid)
    So dämlich sich gewisse Herren beim Fussball anstellen (abheben bei jeder nicht-exisitierenden Bananenschale, vor Schmerzen krümmen bei jeder kleinsten Berührung), schaut man wohl besser bei den Damen zu, die können noch einstecken.
  • Kommentar von Michi Trachsel  (Norbert)
    Ich schau mir das Spiel gerade an. Barcelona (Championsleague-Sieger wohlgemerkt) würde die meisten Superleague-Mannschaften deutlich in ihre Schranken verweisen. Auch die Intensität ist weit besser als noch vor ein paar Jahren. Barca ist bei den Frauen momentan das Nonplusultra, ich fühl mich definitiv nicht weniger unterhalten als bei einem Spiel der Männer (bei letzteren habe ich einfach deutlich einen stärkeren emotionalen Bezug zu).
  • Kommentar von Marc Blaser  (PrCh)
    Wenn kein Interesse da ist, dann ist das nunmal so. Das wissen auch Sportler in anderen Bereichen. Ich finde hier wird wieder zu stark das Thema "Gleichberechtigung" gesucht, obwohl das hier völlig fehl am Platz wäre. Die Medien leisten diesbezüglich wiedermal vollen Einsatz... Man kann der Bevölkerung nicht vorschreiben, was sie gerne schauen möchten.
    1. Antwort von Michi Trachsel  (Norbert)
      Eher oberflächlich, Ihr Kommentar. Warum wohl werden die Spiele der Männermannschaften eher geschaut? Zu denen haben wir (mit wir meine ich Fussballbegeisterte) einen emotionalen Bezug, er prägte unsere Kindheit. Frauenfussball hat eine völlig andere Geschichte, war während langer Zeit in vielen Ländern sogar verboten. Die Jugendarbeit wurde ewig nicht ansatzweise ähnlich gefördert, die Löhne waren kaum bei Spielerinnen hoch genug, als dass man Profi sein konnte.
    2. Antwort von Marc Blaser  (PrCh)
      Sorry Herr Trachsel aber so en "Chabis". Die Meisten Sportarten, welche ich verfolge, habe ich erst im Alter für mich entdeckt und auch den Frauenfussball habe ich mir angeschaut. Für mich ist Frauenfussball einfach uninteressant, wie wohl für Einige. Ich schaue mir diverse Sportarten mit Frauen gerne an wie beispielsweise Tischtennis. Denken Sie die haben gute Löhne in der Schweiz? Sicher schlechter als die Fussballerinnen.