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Zusammenfassung Belgien - Schweiz
Aus Sport-Clip vom 01.12.2020.
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0:4-Niederlage in Belgien Schweiz verpasst direkte EM-Qualifikation vorerst

  • Die Frauen-Nati geht in der EM-Qualifikation gegen Belgien auswärts in Leuven mit 0:4 unter.
  • Den Schweizerinnen hätte für die direkte Qualifikation ein Punkt gereicht.
  • Damit droht den Schweizerinnen die Barrage, die Entscheidung ist aber noch nicht definitiv gefallen.

In der 36. Minute kam es beim Stand von 0:1 aus Sicht der Nati zum «Worst Case» gegen Belgien: Captain und Mittelfeld-Strategin Lia Wälti ging in ein Luftduell und traf ihre Gegenspielerin mit voller Wucht mit der Stirn am Hinterkopf. Wälti konnte auch nach längerer Behandlung wegen einer Hirnerschütterung nicht weiterspielen. Nati-Trainer Nils Nielsen brachte die junge Stürmerin Svenja Fölmli, was eine taktische Umstellung mit sich brachte.

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Wälti kann nach Zusammenstoss nicht weiterspielen
Aus Sport-Clip vom 01.12.2020.
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Auch sonst war es eine Halbzeit zum Vergessen:

  • 24. Minute: Die Schweiz scheint die Sache im Griff zu haben, doch aus dem Nichts gehen die Belgierinnen in Führung. Elvira Herzog, welche die wegen eines positiven Corona-Tests abwesende Stammtorhüterin Gaëlle Thalmann ersetzt, greift bei einer gut getimten Flanke daneben. Tine de Caigny profitiert und köpfelt zum 1:0 ein.
  • 45. Minute: Ein weiteres Mal macht die Schweizer Abwehr einen schlechten Eindruck. Viola Calligaris und Eseosa Aigbogun gelingt es nicht, den Ball abzudecken. Die Belgierin Tessa Wullaert bleibt hartnäckig und erkämpft sich den Ball. Diesen spielt sie zu De Caigny, welche ohne Probleme den Doppelpack zum 2:0 schnürt.
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Das belgische Führungstor durch De Caigny
Aus Sport-Clip vom 01.12.2020.
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Keine Steigerung in der 2. Hälfte

Mit dem Rücken zur Wand und ohne Captain Wälti konnte sich die Schweiz nicht zurück ins Spiel kämpfen. In der Innenverteidigung und auf der Torhüterposition überzeugte die Schweiz nicht und nach vorne war sie erstaunlich ideenlos. Die Belgierinnen dagegen überzeugten mit grossem Willen und präzisem Offensiv-Spiel. So stellte das Heimteam in den letzten 20 Minuten auf 3:0 (73. Minute) bzw. 4:0 (85.). Belgien qualifiziert sich mit diesem Sieg direkt für die EM.

Gute Ausgangslage verspielt

Mit dieser Niederlage hat die Schweiz eine hart erarbeitete Ausgangslage verspielt. Weil in anderen Gruppen Spiele noch ausstehen, erfahren die Schweizerinnen erst 2021, ob sie das direkte Ticket als eine der besten drei Gruppenzweiten erhalten oder im April eine Barrage bestreiten müssen.

Italien in der Gruppe B sowie Finnland oder Portugal in der Gruppe E könnten der SFV-Auswahl den Platz noch wegschnappen. Der allfällige Barrage-Gegner würde bei einer Auslosung gezogen werden.

SRF zwei, sportlive, 1.12.2020, 19:40 Uhr;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Huber  (Pegasus)
    Nach dieser Leistung verstehe ich den Hype um den Frauenfußball nicht mehr. Keine Athletik, keine Spieldynamik, keine Technik, rein gar nichts. Diese 90 Minuten hätte ich mir sparen können.
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    1. Antwort von Kim Müller  (Kimm)
      Stimmt habe ganz vergessen, dass Männerfussball immer spannend ist und ich noch nie bei einem Spiel eingeschlafen bin. Es gibt schlechte Spiele und ich finde es sehr schade beurteilen sie Frauenfussball nur anhand dieser Vorstellung. Womöglich haben sie bereits andere Spiele gesehen, aber dann müssten Sie auch wissen, dass Frauenfussball andere Qulitäten hat als Männerfussball. Achja und Hype kann man das nun wohl wirklich nicht nennen sondern eine Entwicklung in Richtung Gleichberechtigung.
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    2. Antwort von Bas Groen  (Buscht)
      @Kimm
      Ein sehr guter Kommentar, du hast es perfekt auf den Punkt gebracht. Danke!
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  • Kommentar von Muriel Reimers  (Lia001)
    Ja gestern war ein schlechtes Spiel. Aber zuvor zeigte die Mannschaft eine gute Leistung und verspielte die direkte Qualifikation. Immerhin sind wir überhaupt im Rennen für die Qualifikation. Sie können definitiv besser spielen, als das was sie gestern zeigten. Jede Mannschaft hat aber solche Spiele und die kommen auch bei den Männern en masse vor. Erwähnen könnte man z.B. nicht nur das schlechte Spiel der Schweizerinnen, sondern auch die gute Chancenvetwertung der Belgierinnen.
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  • Kommentar von Julius Stern  (Stimme der Vernunft)
    Wenn eine Ammschaft keine Tire schiesst, ist es nicht angebracht, die Niederlage zu 100% der Torhüterin zuzuweisen, auch wenn sie einen weniger guten Eindruck hinterlassen hat.
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Nun ja, da haben Sie nicht Unrecht. Allerdings war der Auftritt der Torhüterin beim 1:0 wirklich schwach.
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