Antalya und Belek laufen die Teams davon

Die Türkei war immer ein beliebtes Trainingslager-Ziel für europäische Profi- und Amateur-Klubs. Das hat sich in den letzten Monaten geändert.

Manch Amateur-Kicker war mit seiner Drittliga-Truppe schon dort, die Profis aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz sowieso: Im Trainingslager in der Türkei. Ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, optimale Trainingsbedingungen und garantiert gutes Wetter auch im Januar. Fussballer-Herz, was willst du mehr?

Der Wind hat gedreht

In diesem Winter bleiben die Fussball-Teams den beliebten türkischen Mittelmeer-Destinationen wie Antalya oder dem benachbarten Belek fern. Grund dafür sind die diversen Terroranschläge in der Türkei in den vergangenen Monaten sowie die instabile politische Lage im Land.

Leipzig und Thun bei einem Testspiel in Belek. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Thun und Leipzig in Belek Im Januar 2016 testeten die beiden Teams in der Türkei, 2017 verzichten beide Klubs auf eine Reise in die Türkei. Imago

So haben die Super-League-Klubs YB, Thun und Vaduz ihre bereits gebuchten Türkei-Reisen wieder storniert. Kein einziger Klub aus der obersten Schweizer Liga bereitet sich heuer in der Türkei auf die Rückrunde vor. Aus Deutschland bleiben sämtliche Teams aus den obersten drei Ligen der Türkei fern.

Wil hält an seinen Plänen fest

Eine Ausnahme bildet der FC Wil. Der Challenge-Ligist befindet sich in Besitz einer türkischen Investorengruppe und hält auch in diesen unsicheren Zeiten am Trainingslager an der türkischen Riviera fest.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgengespräch, 21.12.16, 06:20 Uhr