Brasiliens Fussball-Nati unterstützt Proteste

Mehrere Akteure der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft haben zu den Protesten in ihrer Heimat wegen den hohen Kosten für die WM 2014 Stellung genommen. Dabei zeigen sie grosses Verständnis für die Unzufriedenheit in der Bevölkerung.

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Demonstrationen in Brasilien («sportaktuell»)

1:32 min, vom 18.6.2013

Tausende Menschen in ganz Brasilien protestieren gegen die zu hohen Kosten für die Fussball-WM 2014 und fordern ein Ende von Korruption und Misswirtschaft. Stürmer Hulk versteht seine Landsleute: «Wir wissen, dass sie Recht haben mit ihren Protesten und dass in unserem Land viele Dinge verbessert werden können», sagte der Stürmer von Zenit St. Petersburg.

Scolari: «Die 'Seleçao' ist das Volk»

Den Verdacht, dass die Nationalmannschaft von den Demonstrationen politisiert werden könnte, lässt Trainer Luis Felipe Scolari nicht gelten: «Die 'Seleçao' ist das Volk. In einer Demokratie ist es normal, dass man diese Demonstrationen akzeptiert und dass sie von der Regierung wahrgenommen werden. Wir wünschen uns, dass sie weiter friedlich sind.»

Spieler dürfen sich frei äussern

Der National-Coach lässt seinen Spielern die Freiheit, sich zu den Geschehnissen zu äussern. Dies macht auch David Luiz. «Die Leute haben das Recht, sich auszudrücken, wenn sie nicht glücklich sind. Ich hoffe, dass ein Konsens gefunden wird und es in Zukunft ein besseres Brasilien gibt», so der Chelsea-Verteidiger.