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Legende: Video Infantino bleibt Fifa-Präsident abspielen. Laufzeit 01:42 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 05.06.2019.
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Per Applaus bestätigt Infantino bleibt wie erwartet Fifa-Präsident

Gianni Infantino ist beim Fifa-Kongress in Paris als Präsident wiedergewählt worden. Damit bleibt er bis 2023 im Amt.

Etwas mehr als 3 Jahre nach seinem Sieg in der Kampfwahl um das Amt des Fifa-Präsidenten ist Gianni Infantino am Mittwoch beim Kongress in Paris wiedergewählt worden. Der 49-jährige Walliser wurde per Akklamation bis 2023 in seinem Amt bestätigt. Gegenkandidaten hatte es keine gegeben.

Schon vorher stimmten alle Verbände zu

Am Dienstag hatte Infantino bei einem Treffen mit den Uefa-Delegierten auch die lückenlose Zustimmung von Fussball-Europa erhalten. Die Stimmen aus den 5 anderen Konföderationen hatte er schon zuvor auf sicher gehabt.

Die erleichterte Wiederwahl per Applaus war möglich geworden, nachdem der Fifa-Council am Montag eine entsprechende Statutenänderung beschlossen hatte.

Danke an die, die mich lieben und die, die mich hassen. Ich liebe alle heute.
Autor: Gianni Infantino

Trotz des schon im Vorfeld absehbaren Entscheids zeigte sich Infantino sichtlich bewegt. Mit zittriger Stimme bedankte sich der alte und neue Fifa-Präsident bei den Anwesenden.

«Heute ist ein glücklicher Tag, heute ist ein Feiertag», so der Walliser. «Danke an alle, meine Familie, meine Freunde, die, die mich lieben und die, die mich hassen. Ich liebe alle heute.»

Legende: Video Infantino: «Ich liebe heute alle» abspielen. Laufzeit 01:59 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 05.06.2019.

Grössere WM, neue Wettbewerbe

Infantino war im Februar 2016 vom Uefa-Generalsekretär zum Fifa-Chef aufgestiegen und hatte die Nachfolge von Joseph Blatter angetreten.

Als grösste Veränderung Infantinos gilt die Aufstockung von 32 auf 48 Mannschaften auf die WM-Endrunde 2026 hin. Daneben soll 2021 erstmals eine Klub-WM mit 24 Teams stattfinden.

Fifa finanziell stabilisiert

Der gelernte Rechtsanwalt hat in seiner ersten Amtsperiode ausserdem mit finanziellen Massnahmen auf sich aufmerksam gemacht. Die Fifa ist so reich wie nie zuvor. Im zurückliegenden Finanzzyklus von 2015 bis 2018 hat der Weltverband Rekordeinnahmen in der Höhe von 5,7 Milliarden Euro erzielt.

Kritik bleibt

Trotz dieser Erfolge hält die Kritik am «System Infantino» an. So bemängelt Ex-Fifa-Direktor Guido Tognoni seine Auftritte als «an den Statuten vorbei»: «Eigentlich wäre die Generalsekretärin operative Fifa-Chefin. Doch Gianni Infantino hat alle Macht an sich gerissen und geniesst das offensichtlich.»

Zweifel hat Tognoni an der von Infantino herausgestrichenen Transparenz: «Unter Transparenz verstehe ich, dass man weiss, wer sich für 49 Prozent der Fifa-Assets interessiert.» Der Bündner spricht einen (bislang gescheiterten) Plan an, wichtige Rechte an ein offenbar milliardenschweres, von Infantino aber nicht näher identifiziertes Konsortium zu verkaufen.

Legende: Video Tognoni: «Infantino handelt an den Statuten vorbei» abspielen. Laufzeit 02:50 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 05.06.2019.

Die Fifa-Präsidenten seit 1904

Name
Nationalität
Amtszeit
Robert Guerin
Frankreich
1904-1906
Daniel Burley WoolfallEngland1906-1918
Jules Rimet
Frankreich1921-1954
Rodolphe William SeeldrayersBelgien1954-1955
Arthur Drewry
England1955-1961
Sir Stanley Rous
England1961-1974
João Havelange
Brasilien1974-1998
Joseph Blatter
Schweiz1998-2015
Issa Hayatou (interim)Kamerun2015-2016
Gianni Infantino
Schweizseit 2016

Sendebezug: Radio SRF 1, Mittagsbulletin, 05.06.19, 12:00 Uhr

23 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Allein dieser dämliche Spruch von denen die mich "lieben oder hassen" zeigt, was das für ein Bla Bla ist. Schon sein Vorgänger war darin Spitze. Kein Wunder, dass da unser Bundesanwalt überfordert ist... bis zum nächsten Skandal. Widerlich!
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  • Kommentar von Alfred Schläpfer  (191.5yenokavan)
    Bewundernswert. Die FIFA bleibt sich selbst treu. Der Präsident und seine Entourage sind begnadete Selbstdarsteller, die nur auf ihre eigene Rechnung arbeiten und behaupten, die Wohltäter für den Fussball per se und vor allem für die Zukunft unserer Jugend zu sein. Das Volk jubelt, die Lämmer schweigen, die Justiz versagt und die Elite nickt ab.
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  • Kommentar von Benjamin Lüthi  (BSL)
    Und wann wird es endlich Zeit, dass diese „gemeinnützige Institution“ endlich Steuern zahlt in der Schweiz? Dann wird sie aus Presitigegründen abwandern und dann steht die Schweiz blöd da? Sind da auch Arbeitsplätze in Gefahr?
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