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Fussball allgemein Putin: «Menschen wie Blatter verdienen Nobelpreis»

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter verdient für seine Führung des Weltfussball-Verbands einen Nobelpreis. Diese Aussage machte der russische Staatschef Vladimir Putin in einem viel beachteten Exklusiv-Interview mit RTS.

Legende: Video Putin äussert sich zu Blatter (französisch, Quelle: RTS) abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 28.07.2015.

Am Rand der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die WM 2018 in Russland hatten sich Joseph S. Blatter und Vladimir Putin in einem kleinen Raum des prunkvollen Konstantinpalasts in St. Petersburg beraten.

Anschliessend sagte der Präsident der von einem Korruptionsskandal durchgeschüttelten FIFA: «Wir sagen ‹Ja› zu Russland». Der scheidende Walliser beteuerte, dass der Weltfussballverband weiter hinter dem WM-Ausrichter stehe.

Ich denke, Menschen wie Herr Blatter (...) verdienen besondere Anerkennung.
Autor: Vladimir Putin
Joseph S. Blatter und Vladimir Putin geben sich die Hand.
Legende: Unter Freunden Joseph S. Blatter und Vladimir Putin in St. Petersburg. Reuters

Am Sonntag äusserte sich nun der russische Präsident zu Blatter und der FIFA. «Wir alle kennen die Situation rund um Blatter im Moment. Ich will nicht ins Detail gehen, aber ich glaube kein Wort darüber, dass er persönlich in Korruption involviert sein soll», sagte Putin in einem Exklusiv-Interview mit RTS und verteidigte damit Blatter wenig überraschend, sind doch der Präsident Russlands und der Chef der FIFA befreundet.

Nobelpreis für Blatter und Co. gefordert

Putin ging gar noch weiter und forderte indirekt einen Nobelpreis für Blatters Leistungen. «Ich denke, Menschen wie Herr Blatter oder die Vorsitzenden von internationalen Sportverbänden oder den Olympischen Spielen verdienen besondere Anerkennung. Wenn es irgendjemanden gibt, der den Nobelpreis verdient, dann sind es diese Leute.»

Hier , Link öffnet in einem neuen Fenstergeht es zum kompletten RTS-Interview.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.7.15, 18:10 Uhr

48 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Marti, ittigen
    Korruption x Korruption = potenziert sich zu solch widerlichem Händedruck und fiesem lächeln
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Wenn man Blatter und Putin zusammen in einen Sack stecken und draufhauen würde - es würde nie den falschen treffen.
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    1. Antwort von James Klausner, Interlaken
      Eine der sehr seltenen Gelegenheiten bei denen ich versucht bin, Ihnen zuzustimmen.
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  • Kommentar von Robert Meier, Zürich
    Liebes SRF, ist es wirklich nötig, aus dem nebensächlichsten Satz dieses interessanten Interviews mit Putin einen Artikel zu verfassen, der den russischen Präsidenten verunglimpft? Man kann ja über Putin denken, was man möchte, aber zuhören sollte man ihm. - Und ernst nehmen sollte man sein Interview ebenfalls. Mit solchen Artikeln laufen wir alle im Gleichschritt mit der gleichgeschalteten westlichen Presse. In den Kommentarspalten erfahre ich wesentlichere Dinge als in solchen Artikeln.
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    1. Antwort von James Klausner, Interlaken
      @RMeier: Verunglimpft? Ich bitte Sie. Wer in einem wichtigen Interview solche Perlen der Weisheit von sich gibt, darf zurecht damit rechnen, dass gelacht wird. Mir missfällt ihre Verwendung des Begriffes 'gleichgeschaltet'. Ich nehme an, dass Sie die Statistiken von 'Reporter ohne Grenzen' kennen, es ist die Presse in Russland, die starken Restriktionen unterliegt. In den Kommentaren erfahren Sie wesentlicheres als in den Artikeln? Putins Scherz war lustiger. Man kann Sie nicht ernst nehmen
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    2. Antwort von James Klausner, Interlaken
      Als Illustration dazu, wie frei und unbehindert die Presse in Russland ja im Vergleich zur 'gleichgeschalteten Westpresse' ja ist, nenne ich die Namen von einigen Journalisten, die in Ausübung ihrer Arbeit in Russland ermordet wurden: Igor Domnikow, Juri Schtschekotschichin, Anna Politkowskaja, Anastassija Baburowa,Natalja Estemirowa. nennen Sie vergleichbare Fälle im 'gleichgeschalteten' Westen...
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    3. Antwort von Hans Weiler, St. Gallen
      @Klausner: "Gekaufte Journalisten" von Udo Ulfkotte. Und jetzt bitte nicht damit argumentieren, das Buch sei im falschen Verlag erschienen und sich an die Sache halten. Der Westen bringt seine Whistleblower nicht direkt um, dreht ihnen mit Vorliebe den Finanzhahn zu und gibt ihnen keine Stelle, wenn sie nicht konform schreiben. Eigentlich noch viel perfider.
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