Valcke gelangt ans TAS

Der frühere Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke geht gegen seine 10-Jahres-Sperre aufgrund von Korruptionsvorwürfen vor. Er ist deswegen beim internationalen Sportgerichtshof TAS vorstellig geworden.

Jérôme Valcke sitzt auf dem Fifa-Podium. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jérôme Valcke Der Franzose kämpft mit allen Mitteln gegen seine lange Sperre. EQ Images

Jérôme Valcke soll sich nach Erkenntnissen der Ethikkommission des Fussball-Weltverbandes Fifa beim Ticketverkauf für WM-Endrunden persönlich bereichert haben. Unter anderem hatte der einstige Funktionär Zeugen zufolge im Rahmen von Verhandlungen schon vor der offiziellen Vergabe erklärt, die WM 2022 sei fest an Katar vergeben.

Valcke hatte im Sommer 2016 mit seinem Einspruch gegen die Sperre durch die Fifa-Ethikkommission lediglich eine Reduzierung der Sanktion von 12 auf 10 Jahre erwirkt. Ein dreiköpfiges Schiedsgericht des TAS soll sich nach erneutem Intervenieren nun dem Fall des 56-Jährigen widmen und zunächst eine Anhörung terminieren.

Abrupter Abgang

Blatter und seine einstigen Partner in der Fifa-Spitze hatten sich Angaben des Verbandes zufolge im Laufe mehrerer Jahre gegenseitig extrem hohe Gehaltserhöhungen und Boni genehmigt.

Valcke selbst, seit 2007 im Amt, war nach den Anschuldigungen im Januar 2016 fristlos entlassen worden.