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Legende: Audio Das Schiedsrichterleben von heute verglichen mit gestern abspielen. Laufzeit 03:31 Minuten.
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Zum 100. von Gottfried Dienst Die Engländer mögen ihn, die Deutschen etwas weniger

Der Schweizer Gottfried Dienst leitete 1966 den WM-Final England - Deutschland. Am Montag wäre er 100-jährig geworden.

30. Juli 1966: England trifft an der Heim-WM im Final im Wembley-Stadion auf Deutschland. Nach 90 Minuten steht es 2:2, die Verlängerung muss her. In der 101. Minute passiert es: Geoff Hurst trifft mit seinem Schuss die Unterkante der Latte. Von dort prallt der Ball auf die Linie. Oder drüber? Nach Absprache mit dem sowjetischen Linienrichter entscheidet der Schweizer Schiedsrichter Gottfried «Godi» Dienst auf Tor. England gewinnt am Ende 4:2 und wird Weltmeister.

Gottfried Dienst verfolgt den Zweikampf zwischen Siegfried Held und Jack Charlton.
Legende: War hautnah dran am Geschehen Gottfried Dienst (Mitte) verfolgt den Zweikampf zwischen Siegfried Held (rechts) und Jack Charlton (links). imago images

Was ist neu? Was ist geblieben?

Zu diesem Zeitpunkt gehörte Dienst bereits seit mehreren Jahren zu den besten Schiedsrichtern weltweit. Er leitete unter anderem ein Endspiel des Europapokals der Landesmeister (1961) sowie das erste Finale einer EM (1968). Am Montag wäre der gebürtige Basler 100 Jahre alt geworden.

53 Jahre später ist klar: Das Wembley-Tor wäre mit den aktuellen technologischen Mitteln (Torlinien-Technologie, VAR) aberkannt worden.

Was sich im Laufe der Zeit sonst noch verändert hat aus Sicht des Schiedsrichters, erfahren Sie im obigen Audio-Beitrag.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump  (Juha Stump)
    Ich habe dieses Spiel mehrmals angeschaut und bleibe beim Schluss, dass Dienst nur beim vierten Tor der Engländer einen Fehler machte, weil er das Spiel nicht unterbrach, als bereits Zuschauer über das Feld liefen. Ansonsten leitete er dieses Spiel, in dem die Engländer zu etwa 80% feldüberlegen waren, aber hervorragend. Nach seinen Aussagen hätte er das Spiel beim dritten Tor weiterlaufen lassen, aber da ein Verteidiger den Ball über das Tor geköpft hatte, musste er sich entscheiden.
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  • Kommentar von Markus Breitschmid  (Markus in Washington)
    Der Bericht endet mit den Worten: "53 Jahre später ist klar: Das Wembley-Tor wäre mit den aktuellen technologischen Mitteln (Torlinien-Technologie, VAR) aberkannt worden." Warum wird das behauptet? Das nicht gegebene Tor von Lampard im Spiel Deutschland gegen England an der WM 2010 beweist eben gerade dass es sehr wohl möglich ist dass der Ball im WM-Finale von 1966 hinter der Torlinie war. Die Schlussbehauptung im Bericht ist daher nicht nur nicht schlüssig, sondern falsch.
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    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Breitschmid, ich stimme Ihnen zu, dass das Tor von Lampard an der WM 2010 hätte zählen müssen. Der gewaltige Weitschuss von Lampard ist aber nicht zu vergleichen mit dem Schuss von Hurst aus rund 7 Metern, mal abgesehen von der ganz anderen Beschaffenheit der Bälle von 1966 und 2010. Ihre Schlussfolgerung ist deshalb (ebenfalls) nicht schlüssig. Unabhängig davon bleibt aber tatsächlich ungeklärt, ob das "Wembleytor" ein Goal war oder nicht.
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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Ja, das war damals ein grossen Medienereignis mit Schiedsrichter "Gotti" Dienst und dem Linienrichter Bahkramov, das noch lange zu diskutieren gab. Im Audiobeitrag ist die Rede von der Gelben und Roten Karte, wobei man die Rote Karte wegen des Schwarz-Weiss-Fernsehens hinten haben tragen müssen. Da hat der Radioreporter wohl nicht das richtige Videomaterial gesichtet. An der WM 1966 waren nämlich die Karten noch nicht im Einsatz, sondern wurden erst später eingeführt.
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