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Gomez darf in den VAR-Room (Radio SRF 3, Bulletin vom 17:30 Uhr, 17.12.19)
abspielen. Laufzeit 00:42 Minuten.
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Ärger über neue Technologie Mario Gomez und der VAR: ziemlich beste Feinde

Der Stürmer verzweifelt am Videobeweis. In den letzten 3 Partien wurden dem Stuttgarter 5 Tore aberkannt.

Schon wieder! Gomez muss sich langsam vorkommen wie im Film «Und täglich grüsst das Murmeltier» – und das nervt ihn gewaltig.

«Das ist einfach so ein Bullshit», schimpfte der 34-Jährige bei Sky, nachdem sein vermeintlicher Siegtreffer bei Darmstadt 98 am Montagabend aberkannt worden war. Wieder war es eine Millimeter-Entscheidung, wieder fiel sie zuungunsten von Gomez aus: Der ehemalige deutsche Nationalspieler verzweifelt nach seinem 5. (!) Abseitstreffer binnen 3 Spielen am VAR.

Die Rache der Schiedsrichter?

«Vielleicht ist das jetzt die Quittung der Schiedsrichter, die da im Keller sitzen, dafür, dass ich ihnen 20 Jahre auf dem Platz auf die Eier gegangen bin», mutmasste Gomez nach dem 1:1, das für die Schwaben im Aufstiegsrennen zu wenig war.

Ich bin froh, dass es für mich nicht mehr 5 Jahre geht, weil das so keinen Spass macht!
Autor: Mario Gomez

DFB-Projektleiter Jochen Drees reagierte am Dienstagnachmittag und lud Gomez ins Video-Assist-Center nach Köln ein, «um sich das Ganze einmal anzuschauen». Auch die Schiedsrichter sähen gerne Tore, teilte der DFB via Twitter augenzwinkernd mit, «aber bei Abseits müssen unsere Schiri-Assistenten nun mal die Fahne heben – sorry!»

Der Stürmer hat keinen Spass mehr

Das war eine Replik auf Gomez' Aussage, die Fans kämen ins Stadion, «weil sie Tore sehen wollen». Es sei deshalb nicht sinnvoll, «wenn wir jetzt immer wegen 2 Zentimetern zurückpfeifen – und so wie ich das sehe, waren es nicht mal 2. Das ist ein Witz!»

Die Schiedsrichter-Assistenten stünden wegen des «bescheuerten Videobeweises» massiv unter Druck, im Zweifel jede verdächtige Szene überprüfen zu lassen, ergänzte er und schloss: «Ich bin froh, dass es für mich nicht mehr 5 Jahre geht, weil das so keinen Spass macht!»

Sendebezug: Radio SRF 3, Bulletin von 17:31 Uhr, 17.12.19

7 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Pellaton  (ThePelikan)
    Ich kann Gomez' Frust über 5 aberkannte Offside-Tore nachvollziehen. Aber wäre irgendwas daran besser, hätten die LR und SR diese Entscheidung ohne VAR getroffen? Der VAR macht das Spiel gerechter, Fehlentscheidungen gibt es DEUTLICH seltener (auch wenn in ganz wenigen Fällen auch der VAR mal danebenliegt). In der Mehrheit der Fälle trifft der VAR die richtige Entscheidung und verhindert, dass der SR allein verantwortlich für einen spielentscheidenden Fehler grade stehen muss.
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    1. Antwort von Hans Peter  (Hanspeter97)
      Ich kann seinen Frust nicht verstehen. Er ist professioneller Fussballer und sollte sich auch dementsprechend verhalten. Die alte Leier "Abseits ist wenn der SR pfeift" existiert nun mal nicht mehr. Muss er halt mehr trainieren um eben nicht mehr 2 cm in Abseits zu sein. Abseits ist Abseits. Egal ob SR, LR oder eben VAR. Fair ist Fair. Wäre der VAR in diesen Fällen auf seiner Seite gewesen, hätte er auch nicht lamentiert.
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    2. Antwort von Marcel Moser  (Rasenmaeher77)
      Ursprünglich hiess es, der VAR kommt bei klsren Fehlentscheidungen zum Einsatz. Bei zwei, drei Zentimeter ist dies definitiv nicht der Fall, da es im Auge des Assistenten gleiche Höhe ist und somit nicht klar falsch. Dies wäre bei eindeutigem Abseits der Fall und nicht wenn man dafür mehrere kalibrierte Linien und Kamerawinkel braucht
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Tatsache ist der VAR verursacht nur Ärger und macht den Fussball kaput und ist erst noch meist ungerecht, weil sich im Fussball alles wieder ausgleicht!
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  • Kommentar von Martin Meier  (mameschnue)
    Mal ein ganz ketzerischer Vorschlag: Warum das Offside nicht abschaffen? Was ist eigentlich der Sinn hinter dieser Regel, die doch nur für rote Köpfe sorgt?
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    1. Antwort von Hans Peter  (Hanspeter97)
      Ohne Abseitregel bräuchte es keine Verteidiger/Mittelfeldspieler mehr, da jede Mannschaft dann permanent Mann gegen Mann geht. Das ganze gleicht einem Haufen F-Junioren. Hier könnten unsere Schwinger dann obenaufschwingen ;)
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    2. Antwort von Christoph Hodel  (hodelch)
      Im Landhockey haben die Regelverantwortlichen vor vielen Jahren den Versuch gewagt, die Abseitsregel abzuschaffen. Bis heute hat Dieser Bestand. Vielleicht sollte man dies beim Fussball auch einmal testen und versuchen. Es würde keine stundenlangen Diskussionen mehr geben und für die Spieler gäbe es wieder mehr Platz. Das Pressing wäre dann wohl passe und die technisch starken Spieler wieder mehr im Vorteil.
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